Kolumne

Bayern und sein Königssee

Von: Tanja Ranzinger

Der Königssee in Bayern liegt auf 603 Meter Höhe. Somit gilt er als höchstgelegenster Bergsee im Herzen des Berchtesgadener Nationalparks. Umgeben ist der Königssee von beeindruckenden Bergen wie etwa dem Watzmann, dem zweitgrößten Berg Bayerns. Mit einer Länge von ca. 8 km und einer Tiefe von etwa 190 Metern, hat der Königssee eine stattliche Größe, mit der er jedes Jahr zahlreiche Besucher anlockt.

Der Königssee vom Malerwinkel aus gesehen – Foto: Bobak Ha´Eri

Dabei ist eine Schifffahrt über den kristallklaren Königssee, der durch sein leuchtendes Smaragdgrün sehr geheimnisvoll wirkt, ein unverzichtbares Erlebnis. Die Elektroboote gleiten fast lautlos über den fjordartigen See. Umgeben von Watzmann, Steinernem Meer und Hagengebirge, ist es kaum in Worte zu fassen, wie überwältigend der Anblick dieser Bergkulisse auf einen wirkt. Der Königssee hat seinen Besuchern zu jeder Jahreszeit etwas Besonderes zu bieten.

Im Frühjahr beeindrucken die herrlichen Wasserfälle die Besucher, im Sommer bilden die sattgrünen Hänge einen Kontrast zu den kahlen Felswänden. Der Herbst taucht die umliegende Natur in zahlreiche leuchtende Farben und im Winter verwandelt sich der Königssee in ein weißes Märchenland. Gerade deshalb ist es immer wieder ein neues Erlebnis, wenn man zu den unterschiedlichen Jahreszeiten den Königssee besucht.

St. Bartholomä am Königssee

Die Wallfahrtskapelle St. Bartholomä – Foto: Daniel FR

Wer den Königssee besucht, sollte auch nach St. Bartholomä fahren. Immerhin ist St. Bartholomä das Wahrzeichen des Königssees. Dorthin führen keine Straßen und auch kein Fußweg. Die Halbinsel St. Bartholomä und ihre weltberühmte Wallfahrtskirche, sind nur über das Wasser zu erreichen. Das ehemalige Jagdschloss der bayerischen Könige, lädt in den schattigen Biergarten zum verweilen und rasten ein.

Sie mögen es besonders romantisch?

Dann ist die Königsserenade, genau das Richtige für Sie. Mit einer romantischen Bootspartie im Mondschein, geht es über den Königssee. Diese kleine Reise, beginnt im letzten Schein der untergehenden Sonne. Lautlos nehmen die Elektroboote Kurs auf St. Bartholomä. In St. Bartholomä wird man dann von einer Bläsergruppe am Steg empfangen, um anschließend einem kleinen Konzert in der Wallfahrtskirche zu lauschen. Danach, wartet ein romantisches vier Gänge Menü, im ehemaligen Jagdschloss auf seine Besucher. Fackeln weisen den Weg zum Boot, welches dann wieder seinen Heimweg unter dem Mondschein, über den stillen Königssee nimmt. Diese romantische Mondscheinserenade findet nur an wenigen Tagen im Jahr statt.

Kommentar hinterlassen