Kolumne

Die bayerische Porzellanstraße – 550 Kilometer geb(r)annte Geschichte

Von: Jan Sievert

„Wo das Weiße Gold an der Straße liegt.“ Regt das nicht zum Träumen und Fantasieren an? Auf diese Traumreise können Sie sich durch ganz Oberfranken und die Oberpfalz begeben, und dabei einiges über die Geschichte des „Weißen Goldes“ erfahren – dem Porzellan.

Porzellanbrunnen in der Selber Innenstadt – Foto: W.J. Pilsak, http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode

Eröffnet wurde die Porzellanstraße (es gibt noch eine in Thüringen) im Januar 2003 durch den Selber Verein Porzellanstraße e.V., um „die Aufmerksamkeit in- und ausländischer Touristen auf das Produkt Porzellan in all seinen Variationen sowie auf die reizvolle Landschaft zu lenken, in der die Produktionsstätten liegen“. So die Vereinssatzung.

Auf insgesamt rund 550 Kilometern führt die Straße durch eines der größten Zentren der Porzellanherstellung weltweit. Dabei kommt man aber nicht nur an einer Vielzahl teils wundervoller Porzellanfabriken, -manufakturen und –atelieren vorbei, sondern auch an international renommierten Museen rund um das Porzellan und an Werksverkäufen bekannter Hersteller. Aber was wäre ein Ausflug, bei dem man nur von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit rennt? Der Weg ist ja bekanntlich das Ziel und hier kann die Porzellanstraße auch einiges bieten. So geht es durch einige landschaftlich wunderschöne Regionen wie dem Obermainland, dem Frankenwald und dem Fichtelgebirge.

Die Route der Porzellanstraße von Bamberg nach Bayreuth

Egal, ob Sie ihre Reise in Bamberg oder in Bayreuth beginnen (wo die Straße beginnt und endet) – die Porzellanstraße ist so vielfältig, dass es einfach überall etwas zu sehen gibt, und sie werden sicherlich das ein oder andere Mal erstaunt sein, wie eng doch die Geschichte des Porzellans mit der Nordostbayerns zusammenhängt. Für Geschichts- und Porzellanfans aller Art also definitiv empfehlenswert.

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