Kolumne

Der Wildpark Hundshaupten, ein reines Stück Natur

Von: Sebastian Herbst

foto-sebastian-22Wo bitte kann man heute in Oberfranken noch die unverfälschte Natur erleben? Ja, sicherlich, da gibt’s den Frankenwald und das Fichtelgebirge, die Fränkische Schweiz und das Vogtland. Aber um hier als Laie einmal Zeuge einer unberührten Fauna zu werden, muss man schon sehr, sehr lange wandern. Wer das möchte, kann das gerne tun. Es geht aber auch einfacher. Im Wildpark Hundshaupten zum Beispiel, wo man neben den „gewöhnlichen“ Tierarten wie Dam- und Rotwild auch Rentiere, Waschbären, Pfaue, Luchse und sogar Elche und Wiesente zu Gesicht bekommt. Um nur einmal die Liste der Arten anzureißen, die einen im Park erwarten.

Natürliche Umgebung: In Hundshaupten ist das möglich - Foto: Wildpark Hundshaupten

Natürliche Umgebung: In Hundshaupten ist das möglich – Foto: Wildpark Hundshaupten

All diese Tiere kann man gemütlich in ihren weitläufigen Gehegen bestaunen, wenn man dem Rundweg folgt. Schon beim Start wartet der Park jedoch für die Kinder mit einem Highlight auf, nämlich einem Streichelzoo mit Zwergziegen und Stallhasen.

Man kann sich den Wildpark Hundshaupten in etwa so vorstellen wie einen Zoo – und muss dann jedoch im selben Atemzug sagen, dass es kein Zoo ist. Denn hier ist man quasi im natürlichen Lebensraum, anstatt ihn nur zu sehen, man erlebt die Natur wirklich hautnah, und so wird das Betrachten der Tiere bei ganz normalen Dingen wie der Futtersuche schon ein echtes Erlebnis.

Das alles in der Umgebung eines von Steilhängen durchsetzten Waldes, der aufgrund seiner forstwirtschaftlichen Unrentabilität von Gudila von Pölnitz zum Aufbau eines Naturparks genutzt wurde. Und das hat sich wirklich gelohnt, denn Hundshaupten ist wirklich so gut gelungen, dass er in jedem Fall bei Ihrer nächsten Urlaubs- oder Ausflugsplanung auf dem Zettel ganz oben zu finden sein sollte. Wo sonst bekommen Sie ein so hohes Maß Natur zum fast schon lächerlichen Eintrittspreis von 3,50€?

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