Kolumne

Der Falkenstein – Wandern im Bayerischen Wald

Von: Alexandra Koch

Wandern im Bayerischen Wald – es gibt wenige Orte in Deutschland, wo man eine Wildnis noch so hautnah erleben kann. Der Nationalpark Bayerischer Wald ist nicht nur der erste in Deutschland gegründete, sondern auch einer der schönsten und interessantesten in ganz Europa. Mitten im Park liegt auch der Große Falkenstein, ein 1.312 Meter hoher Berg. Direkt verbunden ist er mit dem Kleinen Falkenstein, der 1.190 Meter misst.

Der Große Falkenstein von unten… – Foto: Konrad Lackerbeck

Perfekter Ausgangspunkt für eine Wanderung auf beide Berge ist der kleine Ort Zwieselerwaldhaus, von wo aus es zunächst durch ein überaus interessantes Urwaldgebiet rund um den Hans-Watzlik-Hain geht, bevor der eigentliche Aufstieg beginnt. Dieser erfolgt über die Wanderroute “Eibe”. Routen von anderen Ausgangspunkten aus erfährt man über die Nationalparkverwaltung.

Der Wanderweg ist  für alle Generationen machbar, allerdings sollte man ein wenig körperliche Fitness mitbringen. Man kann ein gutes Stück den Falkenstein hinauf zwar auch mit dem Auto zurücklegen, doch wer auf den Gipfel will, der braucht eine Fahrgenehmigung des Nationalparks, die so einfach nicht zu bekommen ist. Durch den Buchenwald, der später – in höheren Lagen – durch einen Nadelwald abgelöst wird, kann man auch im Sommer bei angenehmen Temperaturen wandern.

…und oben auf dem Gipfel – Foto: Faunus68

Eine der schönsten Strecken hinauf zum Falkenstein führt über die Steinbachfälle. Der Ausblick dort über die Wasserfälle ist phänomenal. Allerdings sollte man bei diesem Weg trittsicher sein – und seine Wanderschuhe auf keinen Fall vergessen, da es doch immer etwas glitschig und vor allem felsig werden kann. Über die Schachten führt dagegen ein weitaus harmloserer Weg auf den Falkenstein hinauf. Bei der Nationalparkverwaltung kann man sich über den bestgeeigneten Weg informieren. Wer über die Schachten geht, der sollte im Sommer die vielen Heidelbeersträucher nicht übersehen – hier schmecken die Früchte einfach köstlich!

Oben auf dem Großen wie Kleinen Falkenstein bekommt der Urlauber ein Panorama ersten Ranges über Zwiesel und Umgebung zu sehen. Bis zum Großen Arber wandert der Blick (dieser lädt fast schon zu einer weiteren Wanderung ein). Beim Gipfelkreuz kann man herrlich einige Zeit verweilen und auch in der Schutzhütte eine Brotzeit einlegen bevor der Abstieg wieder beginnt – mitten durch den wildromantischen Bayerischen Wald.

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