Kolumne

Coburg – eine tolle Stadt im malerischen Oberfranken

Von: Holger Schossig

foto-holger-2Lassen Sie uns heute mal in die nördlichsten Gebiete des Freistaates vordringen. Unser Ziel ist die Stadt Coburg in Oberfranken. Sie liegt am Rande des Maintals und wird umgeben von den Langen Bergen und den Ausläufern des Thüringer Waldes. Rundherum Natur also – und das schreiben sich die Coburger auch groß auf Ihre Fahnen. Doch nicht die Natur alleine macht die hübsche Gegend hier aus. Zusammen mit der Geschichte der Stadt und der Kunst und der Kultur ist Coburg schon etwas Einzigartiges – und immer einen Besuch wert.

Die Veste Coburg - Foto: © Marco Barnebeck / PIXELIO

Die Veste Coburg – Foto: © Marco Barnebeck / PIXELIO

Das erste, was man sieht, wenn man sich der Stadt mit Ihren 41.000 Einwohnern nähert, ist die Veste Coburg. Sie soll auch unser erstes Ziel sein. Sie überragt das Stadtzentrum auf einer Höhe von 167 Metern und zählt deutschlandweit zu den größten und besterhaltenen Burgen. Erwähnt wurde die Veste Coburg erstmals 1225, vermutlich existierte sie aber schon einige Jahre früher. Da sie in all den Jahrhunderten vor Zerstörungen weitestgehend verschont geblieben ist, sind heute noch Teile aus den Gründerjahren erhalten. Natürlich kann man die Veste besichtigen, zudem findet man dort die Kunstsammlungen der Veste Coburg mit immer wechselnden Ausstellungen.

Wenn wir nun wieder hinabsteigen in die Stadt, dann finden wir direkt am Festungsberg gelegen, Schloss Ehrenburg. Das Schloss wurde 1543 erbaut, brannte aber im Jahr 1690 fast vollständig nieder, weswegen es Ende des 17. Jahrhunderts wieder aufgebaut wurde, dieses Mal im Barockstil. Direkt vor Schloss Ehrenburg ist der Schlossplatz zu finden, auf dem seit 1992 jährlich das Samba-Festival stattfindet. Ebenfalls um den Schlossplatz angeordnet sind die Arkaden mit dem Hofgarten, das Landestheater und das Palais Edinburgh.

Coburg war einst eine Residenzstadt. Aus dieser Zeit resultieren auch die vielen kleinen Schlösser, die man in der Stadt finden kann. Dazu zählen das Bürglaß Schlösschen, Schloss Hohenfels, Schloss Ketschendorf, Schloss Callenberg, Schloss Falkenegg und das Rosenausschlösschen.

Der Schlossplatz in Coburg - Foto: © bsg / PIXELIO

Der Schlossplatz in Coburg – Foto: © bsg / PIXELIO

Um die Natur wieder ein wenig nach vorne zu bringen, gibt es auch zahlreiche Parks in Coburg. Allen voran der Hofgarten, der im englischen Stil angelegt wurde und nicht nur von Touristen gerne genutzt wird. Gleich daneben ist der Rosengarten zu finden, in dem ca. 70 Rosenarten beheimatet sind. Aber auch bei den anderen Schlössern sind kleine und sehr sehenswerte Parks vorhanden, so der Schlosspark am Ketschendorfer Schloss und die Josiasanlage am Bürglaß Schlösschen.

Neben all diesen Sehenswürdigkeiten findet man in Coburg auch viele Kirchen, wie die Morizkirche, die älteste Kirche in der Stadt. Sie wurde zwischen 1320 und 1586 erbaut. Im Jahr 1530 predigte dort sogar Martin Luther. Auch die Salvatorkirche aus dem 17. Jahrhundert, die Heilig-Kreuz-Kirche aus den frühen Jahren des 15. Jahrhunderts und die Kirche St. Augustin aus dem 19. Jahrhundert sind sehenswert. Zudem findet man, wie es für Franken typisch ist, viele Fachwerkhäuser, die perfekt mit dem altertümlichen Stadtbild harmonieren.

Zum Abschluss unseres Besuchs in Coburg genehmigen wir uns noch eine echte Coburger Bratwurst, die nicht wie andere Bratwürste auf Holzkohle, sondern auf getrockneten Kiefernzapfen gegrillt wird. Ein Abstecher in die Hofapotheke sollte auch noch drin sein. Denn dort gibt es den bekannten Hoflikör, der nach einem Geheimrezept hergestellt wird.

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