Kolumne

Seniorenbetreuung in Bayern gut!?

Seniorenbetreuung in Bayern Seniorenbetreuung in Bayern
Seniorenbetreuung in Bayern

Seniorenbetreuung in Bayern

Die bayerische Sozialministerin Christa Stewens meint:

Wir müssen die Ängste der Älteren sehr ernst nehmen und brauchen deshalb ein verstärktes Augenmerk auf eine qualitativ hochwertige Pflege.“

Der geschäftsführende Vorstand der Hospiz Stiftung Eugen Brysch, setzt sich mittlerweile auch dafür ein, die Kontrollen in Pflegeheimen bundesweit verbessert werden.

Dahingegen gibt es in Bayern bereits eine Regelung, dass Altenheime seit zwei Jahren regelmäßig unangemeldet kontrolliert werden.

Grundproblem: Arme Rentner – Letzte Zuflucht Campingplatz – quer vom BR

Betreutes Wohnen oder Senioren-Wohngemeinschaften?

Die Alternative zum klassischen Pflegeheim ist das betreute Wohnen, gerne dann auch mit angegliederter Pflegestation. Das bietet den Senioren sowohl Sicherheit als auch Geborgenheit.

Die betreuten Wohnanlagen liegen dabei meist im Stadtkern, sodass zu Fuss der Arzt, die Apotheke und der Kirchgang erledigt werden können. Natürlich gibt es hier auch zusätzliche Angebote wie Putzdienst, Wäschepflege oder ein warmes Mittagessen in der Caféteria. Solche alltäglichen Verrichtungen können mit zunehmendem Alter immerhin Probleme bereiten.

In den Gemeinschaftsräumen der Wohnanlagen finden darüber hinaus oft auch Veranstaltungen statt und der Hausnotruf sorgt für Hilfe bei Bedarf. Ein ambulanter Pflegedienst betreut in der Regel die Bewohner und kann über die Pflegeversicherung abgerechnet werden. Hier herrschen die Vorzüge des eigenständigen Wohnens vor und trotzdem ist man im Krankheits- oder Pflegefall durch die Pflegestation versorgt.

Wohngemeinschaft für Senioren

Wohngemeinschaft für Senioren

Als nächste Stufe gibt es dann noch die Wohngemeinschaft für Senioren. Dieses Modell setzt sich übrigens zunehmend auch für Senioren mit Demenz durch. Mittlerweile beschäftigen sich sogar ganze Fachseiten damit, speziell die Senioren Wohngemeinschaften in ganz Deutschland übersichtlich aufzulisten und je nach Bedarf entsprechende Empfehlungen auszusprechen.

Die Vorstellung von der flotten Rentner-WG ist allerdings ein Trugschluss. Aktive Senioren und Seniorinnen wollen eben oft nicht mit pflegebedürftigen Senioren konfrontiert werden. Bei einer privat organisierten Senioren-WG gilt es zudem zu beachten, dass die Wohngemeinschaft ab sechs Bewohnern unter das Pflegeheimgesetz fällt.

Dafür gibt es viele Verordnungen und Bestimmungen, unter anderem eine tägliche Nachtwache. Dies ist auf privater Ebene aber nur schwer zu finanzieren.

Doch erst wenn die Unterkunft als Pflegeheim anerkannt ist, kann der Bewohner oder die Bewohnerin die Unterkunftskosten über das Sozialamt abrechnen lassen. Mit dem staatlichen Pflegegeld kommt man bei Hilfsbedürftigkeit immerhin nicht gerade weit. Es gilt aber festzuhalten, dass eine Senioren-Wohngemeinschaft in der Regel immerhin noch besser ist, als ein klassisches Altenheim.

Der große Pflege-Mangel – Bayerisches Fernsehen

Seniorenbetreuung durch die Familie

Der Wunsch vieler Senioren, im Alter zuhause bleiben zu können, lässt sich nur durch ein großes Engagement der Familie verwirklichen.

Zwar bieten ambulante Pflegedienste und ehrenamtliche Helfer/-innen eine echte Entlastung, aber durch die gesundheitliche Verschlechterung im Alter stellt die Pflege der Eltern eine große Herausforderung dar. Am besten sollte sich die ganze Familie schon frühzeitig Gedanken darüber machen, wie die eigenen Eltern mit zunehmendem Alter versorgt werden können. Schließlich steigert sich der Starsinn mit dem Lebensalter und die Senioren werden meistens etwas unflexibel.

Dazu kommt natürlich noch die Angst vor Krankheiten, und die Todesfälle bei Verwandten und Bekannten sind manchmal auch nicht so leicht wegzustecken. Dadurch wird der Bekanntenkreis immer kleiner und die Familie sollte immer wichtiger für die Senioren werden. In Bayern herrscht ein sehr gutes Gesundheitssystem. Fast in jeder Stadt gibt es ambulante Pflegedienste oder sogar eine Tagespflege, in der die Senioren tagsüber betreut werden.

Hausfrau

Hausfrau

Die meisten Frauen sind heute zumindest in Teilzeit berufstätig und haben darüber hinaus auch noch Kinder und Haushalt zu versorgen. Da bietet sich unter der Woche die Tagespflege als Entlastung an. Auch die Möglichkeit einer vierwöchigen Kurzzeitpflege ist einmal im Jahr vorhanden.

So kann die ganze Familie beruhigt in den Urlaub fahren und für Oma oder Opa ist bestens gesorgt. Es sollte bei der Familienpflege darauf geachtet werden, sich von Anfang an Hilfe und Entlastung ins Haus zu holen. Ansonsten ist der zunehmende Pflegebedarf der Senioren nicht zu schaffen. Aber es gibt auch noch Neunzigjährige, die noch selbstständig ihren Haushalt führen und gar keine Pflege benötigen. So ist nicht jeder Mensch gleich und es müssen individuelle Lösungen im Kreis der Familie entwickelt werden.

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