Kolumne

Der Lichtenfelser Forst in Oberfranken

Von: Marcus Schweizer

Im oberfränkischen Dreieck Bamberg – Bayreuth – Coburg liegt ein kleiner Ort mit dem Namen Lichtenfels. Unscheinbar, doch die Region rund um Lichtenfels hat Bedeutung und Geschichte. Der Lichtenfelser Forst im Norden von Lichtenfels ist ein alter, aber wichtiger Wald. Im Mittelalter gehörte das Waldgebiet zu dem im Süden gelegenen Kloster Banz bei Bad Staffelstein.

Der Lichtenfelser Forst wird von der A73 unterbrochen (damals noch im Bau) – Foto: Störfix

Dieses Kloster dient heute als Tagungsstätte der CSU, allerdings über Umwege über die Hanns-Seidel-Stiftung. Aus einem ganz anderen Grund ist das Kloster Banz eine hervorragende Kulturstätte. Denn seit über 20 Jahren findet hier ein Festival der Liedermacher statt, das es auf diese Art kein zweites Mal in Deutschland gibt. Neben Größen wie Reinhard Mey, Konstantin Wecker oder Hannes Wader treten auch die Gewinner des Nachwuchspreises der Hanns-Seidel-Stiftung des Jahres auf.

Der Lichtenfelser Forst ist also Heimat für wichtige politische und kulturelle Ereignisse. In seiner Geschichte war der Wald, wie es für Wälder üblich ist, ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Menschen. Baute man Häuser und Werkzeuge doch überwiegend aus Holz und auch als Heizmaterial war dieser Rohstoff nicht wegzudenken. Zudem ist ein Wald auch immer Heimat von Tieren und Wild und somit Nahrungsquelle. Aufsehen erregte die Region am Lichtenfelser Forst durch die Protestaktionen gegen den Bau der Autobahn A73, die mittlerweile fertiggestellt ist und von Suhl im Norden bis nach Erlangen im Süden führt und durch den Lichtenfelser Forst eine große Schneise schlägt. Das Waldgebiet im Norden von Lichtenfels ist zwar eine bewegte Gegend, aber Wanderern und Besuchern bietet der Wald genügend Möglichkeiten zur Erholung an.


Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

*