Kolumne

Nabburg: eine Perle an der Naab

Von: Harry Sochor

Seit dem Mittelalter gilt Nabburg als besondere Perle an der Naab bekannt. So erstreckt sich die Altstadt westlich des Flusses über einen Bergrücken, der als Keimzelle für die Besiedelung an dieser Stelle gelten darf, weil der Berg eben leicht zu verteidigen war. Über eine lange Zeit hatte die Stadt eine große überörtliche Bedeutung, die sie mit der Gebietsreform jedoch einbüßte. Dafür zieht die Stadt und ihr Nachtleben noch heute Nachschwärmer aus weitem Umkreis an.

Nabburg in der Oberpfalz – Foto: A. Köppl

Gegen Ende des 7. Jahrhunderts wurde das Gebiet der heutigen Stadt Nabburg erstmals besiedelt. In den folgenden Jahren wurden vor allem die Befestigungsanlagen der Burganlage, die heute noch das Herz der Altstadt bildet, ausgebaut. Denn für die Verwaltung der mittelalterlichen Herrscherhäuser galt Nabburg als wichtiger Mittelpunkt in der heutigen Oberpfalz.

Ihre absolute Blütezeit erlebte die Stadt ab etwa 1100 unter der Herrschaft der Diepoldinger. In den folgenden Jahrzehnten wechselten die Herrscher über die Stadt, darunter die Grafen von Sulbach, die Wittelsbacher und Kaiser Ludwig der Bayer.

Nachdem anno 1420 die Hussiten in der Stadt gewütet hatten, wurden die Befestigungsanlagen verstärkt und hielt in den folgenden Jahrhunderten Belagerungen stand. Die überregionale Bedeutung behielt Nabburg bis zur Gebietsreform von 1972, als der eigenständige Landkreis Nabburg im Großlandkreis Schwandorf aufging.

Die Kleinstadt mit ihren rund 6.000 Einwohnern bietet Einheimischen und Besuchern eine liebevoll restaurierte Altstadt mit zahlreichen Baudenkmälern als Sehenswürdigkeiten, darunter die spätgotische Kirche St. Laurentius. Vor allem das Nachleben mit Cafés, Bars und Discotheken macht Nabburg am Wochenende zum Ziel vieler Nachtschwärmer aus dem ganzen Umland – und noch von viel weiter!

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