Kolumne

Mandichosee – Bajuwaren beim Baden

Von: Anke Becker

Zwischen Landberg am Lech und Augsburg liegt der Mandichosee. Bis 2003 wurde er einfach nur Staustufe 23 des Flusses Lech genannt, da es sich bei ihm um einen Stausee handelt. Der Mandichosee wird von E.On zur Gewinnung von Wasserkraft genutzt.

Der Bevölkerung dient der Stausee zur Naherholung. Besonders attraktiv ist er für die Gemeinden Merching und Königsbrunn. Der Mandichosee wurde nach Mandicho benannt. Dieser war im 6. Jahrhundert Anführer des germanischen Volkstammes der Bajuwaren. Mandicho gründete außerdem die Siedlung Maentichingen, das heutige Merching.

Der Mandichosee, im Hintergrund die Staustufe – Foto: Omnidom 999

Am Mandichosee kann man sich auf der Liegewiese oder am Badestrand ausruhen, es stehen aber auch verschiedene Aktivitäten zur Auswahl, um alleine, mit Familie oder mit Freunden etwas zu unternehmen: Es bieten sich Wassersportarten wie Schwimmen, Surfen oder Segeln an. Der See wird als Austragungsort von Regatten genutzt, die Herbstregatta 2012 findet zum Beispiel am 16. September statt. In der Ferienzeit bieten Vereine dort auch Segel-Schnupperkurse an.

Auf dem ausgebauten Wegenetz kann man außerdem gut wandern und spazieren gehen, sowie Fahrrad fahren. Am See gibt es als Abwechslung zum Entspannen auch ein Feld zum Volleyball spielen und für die Kleinen einen Abenteuerspielplatz mit einem Wikingerschiff. Natürlich stehen ein Kiosk und Toiletten zur Verfügung. Ein Ausflug an den Mandichosee kann auch mit Besuchen von Kuh-, Weitmann- oder Ilsesee verbunden werden, so dass man nur dem Lauf des Lech folgen braucht, um zwischen den Badeseen zu wechseln.

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