Kolumne

Die Stadt am Regenbogen – Cham i.d. OPf.

Von: Anja Bergler

foto-anja-22Von einer malerischen Landschaft umgeben, liegt die historische Handelsstadt Cham inmitten des oberen Bayerischen Waldes am Rande der Oberpfalz, nahe der Grenze zu Tschechien. Der Name Cham, mit wohl keltischem Ursprung, leitet sich vom kleinen, kurvenreichen Fluss Champ ab, der direkt in Cham in einem Bogen in den Fluss Regen mündet.

Das schönste Rathaus der Oberpfalz steht in Cham

Das Biertor: Wahrzeichen Chams - Foto: © Rotus / PIXELIO

Das Biertor: Wahrzeichen Chams – Foto: © Rotus / PIXELIO

Den Mittelpunkt der heutigen Kreisstadt Cham bildet der geschichtliche Marktplatz mit dem Rathaus aus der spätgotischen Zeit sowie der wunderschöne, im Jahr 1995 von Joseph Michael Neustifter errichtete Marktbrunnen, mit den wasserspeienden Skulpturen. Aus dem 14. Jahrhundert stammt die Pfarrkirche St. Jakob, die mit ihren Wand- und Deckenmalereien ebenso einen Besuch wert ist. Aus dem gleichen Jahrhundert stammt auch die Stadtbefestigung, die man in Teilstücken noch erkennen kann. So ist der Straubinger Turm ebenfalls noch erhalten und restauriert worden, wie die Rundtürme mit dem Burgtor, die als ein Teil der Wehranlage dienten. Dieses Burgtor erhielt im späteren Verlauf den Namen Biertor und gilt mittlerweile als Wahrzeichen der Stadt Cham. Gleich nebenan befindet sich das ehemalige Armenhaus, ein sehr schönes spätgotische Gebäude, in dem das Museum S.P.U.R. untergebracht ist.

Die Verbindung zu Frankreich

Berühmtestes Kind der Stadt Cham ist Nikolaus Graf von Luckner. Er lebte von 1722 bis 1794 und war als Marshall von Frankreich tätig. Zu seinen Ehren wurde die Marseillaise komponiert, diese ist uns heute noch als Nationalhymne Frankreichs bekannt. Man kann diese Melodie täglich kurz nach 12 Uhr vom Glockenturm des Chamer Rathauses hören.

Mittelpunkt von Cham: Der Marktplatz - Foto: © TomTom / PIXELIO

Mittelpunkt von Cham: Der Marktplatz – Foto: © TomTom / PIXELIO

Sehenswert ist auch die Städtische Galerie, die sich im Cordonhaus befindet. Hierbei handelt es sich um einen liebenvoll restaurierten Bau aus der Renaissance-Zeit, an den ein wunderschön gestalteter Arkadenhof anschließt. Etwas außerhalb der Stadt, im Stadtteil Chammünster entstand im 8. Jahrhundert ein Benediktinerkloster. Dieses wurde von Mönchen aus dem Regensburger Kloster St. Emmeram unterhalten. Hiervon ist nur noch die heutige Pfarrkirche, das Marienmünster erhalten.

Freizeitaktivitäten in und um Cham

Wer hier Urlaub machen möchte, findet unzählige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Neben Freibad oder Hallenbad gibt es auf dem Lamberg ein Wildgehege oder alternativ den Freizeitpark Quadfeldmühle. In den Sommermonaten finden in der Stadt zahlreiche Führungen und Festlichkeiten statt.

Das Chamer Becken zählt als grüne Oase für alle Naturliebhaber. Das Tal ist, ebenso wie die Berglandschaft, überwiegend bewaldet, was für Touristen, die hier die Ruhe suchen, sehr reizvoll ist. Nicht zu vergessen ist auch das beliebte Naturschutzgebiet rund um den Röthelseeweiher. Auch Angler finden hier ihr Paradies.

Kilometerlange Radwege schlängeln sich durch eine der schönsten Bayerischen Landschaften, den Bayerischen Wald, und führen teilweise bis nach Österreich oder nach Tschechien. Hier kommen Freizeitradfahrer ebenso auf ihre Kosten wie Aktivradler, die es in die Berge zieht.

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