Kolumne

Der Otterwald in Schwaben

Von: Marcus Schweizer

Nordwestlich von Memmingen liegt der Otterwald mit seinem kulturellen Reichtum. Unterhalb des Naturparks Westliche Wälder, breitet sich ein Waldgebiet zwischen zwei Bundesstraßen aus. Links des Otterwaldes verläuft die B300 von Babenhausen im Norden nach Memmingen im Süden. Rechts führt eine weitere Straße von Babenhausen nach Lauben und durch Egg an der Günz. Der Otterwald liegt nicht nur nordwestlich von Memmingen, sondern auch vom Autobahnkreuz A7 und A96. Bekannte Orte innerhalb des Otterwaldes sind Boos und Niederrieden, von denen Landstraßen durch den Otterwald hindurch führen. Inmitten des Waldes auf einer Lichtung existiert ein kleiner Ort aus mehreren Häusern mit der gleichnamigen Bezeichnung, Otterwald.

Die Ortschaft Boos, im Hintergrund der Otterwald – Foto: Johannes Böckh

Der Otterwald ist bekannt für seine Glasherstellung. Schon im 17. Jahrhundert waren Glasbläser und Handwerker hier angesiedelt. Der Wald war deshalb ideal, weil die Glasherstellung nur unter große Hitze möglich ist und daher Holz für die Befeuerung benötigte. Heute wird dies in den wenigen Hütten, die noch übrig geblieben sind, mit anderen Energiequellen bewerkstelligt. Neben den vielen Wanderwegen verläuft auch der bekannte Jakobsweg von Norden nach Süden auf der westlichen Seite des Waldes, den Pilger wie Wanderer gerne entlang laufen. Der Jakobsweg zieht Besucher in den Otterwald oder besser gesagt, führt sie direkt hinein. Pilger, die nicht wandern, zieht es zu der Grotte in Niederrieden am westlichen Rande des Otterwaldes. Hier finden die Menschen eine besondere Quelle der Ruhe und Besinnung.

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