Kolumne

Der Mainparksee, ein Erholungsgebiet in der Nähe von Aschaffenburg

Von: Karola Schmitt

Mit seinen 245.000 Quadratmetern Fläche zählt der Mainparksee zu den größeren Binnengewässern. Er gehört zu den Gemarkungen Kleinostheim und Mainaschaff, nicht weit von Aschaffenburg entfernt. Der See mit einer maximalen Wassertiefe von fünf Metern wird von keinem oberirdischen Zufluss gespeist, die Wassererneuerung erfolgt ausschließlich über Grundwasserzufuhr. Die direkte Nähe zur Autobahn A3 inmitten des Teilstücks Frankfurt – Würzburg verschafft dem Mainparksee im Hinblick auf die Verkehrsanbindung eine geradezu ideale Lage. Des Weiteren ist der Mainparksee bequem per Spazier- oder per Radweg erreichbar.

Gute Wasserqualität

Zu jeder Jahreszeit ein Anziehungsmagnet: der Mainparksee – Foto: Freak-Line-Community

Als EU-Badegewässer wird der Mainparksee in regelmäßigen Abständen vom zuständigen Gesundheitsamt Aschaffenburg an zwei Entnahmestellen überwacht. Die Ergebnisse werden im Internet veröffentlicht. Im Jahre 1997 verlieh die Stiftung Warentest der Wassergüte des Sees die Note „gut“. Aufgrund dieser vorzüglichen Wasserqualität fühlen sich auch Fische sehr wohl, was den Mainparksee zu einem beliebten Anglertreffpunkt macht. Die Angelzonen liegen innerhalb der bewaldeten Seeabschnitte. Angelegte Laichnester sorgen für ständigen Nachwuchs der Karpfen, Hechte und Zander.

Reichhaltiges Freizeitangebot

Wo Kies für die A3 geholt wurde, kann man heute planschen und sonnen – Foto: Freak-Line-Community

Am Mainparksee laden zwei, sich am See gegenüberliegende, öffentliche Badestände zum Schwimmen und Sonnen ein. Der größere Strandabschnitt verfügt über einen Kiosk, einen Kinderspielplatz und die Möglichkeit für Boccia und Strandvolleyball. Darüber hinaus gibt es am Mainparksee eine große Sauna-Anlage mit Whirlpool und eine Gaststätte. Auf dem Campingplatz mit knapp 400 Stellplätzen für Dauercamper finden auch Kurz- bzw. Tagescamper einen Platz. Für Jugendgruppen stellt der Mainparksee eine attraktive Zeltlagermöglichkeit dar.

Ehemalige Kiesgrube

Die Entstehung des Mainparksees hängt eng mit dem Bau der Autobahn A3 zusammen. Im Jahr 1955 begann die Realisierung dieses Projektes, für das Unmengen an Kies benötigt wurden. Täglich transportierten vier Züge jeweils 3.500 Tonnen Kies zur damaligen Großbaustelle um die Trasse zu befestigen. In der immer größer werdenden Kiesgrube sammelte sich bald das Grundwasser, was ihr zunächst den Namen „Oscheffer Meer“ bescherte. Heute spricht man vom Mainparksee, der sich zu einem attraktiven Erholungsgebiet mauserte.

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