Kolumne

Der Kempter Wald – Natur- und Vogelschutzgebiet

Von: Marcus Schweizer

An der Grenze von Ober- und Ostallgäu befindet sich ein Waldgebiet mit einer Größe von 5.200 Hektar. Gemeint ist das Kempter Waldgebiet, das auf der Höhe von Kempten, getrennt durch Betzigau und Durach, an der Grenze zum Ostallgäu, liegt.

Der Dengelstein im Kempter Wald, ein Findling aus der Eiszeit – Foto: Neuromancer2K4

Interessant ist das Gebiet vor allem durch die Abwechslung und Mischung von Mooren und Hügeln, die noch aus der Eiszeit stammen oder maßgeblich von dieser Zeit geprägt wurden. Das Naturschutzgebiet ist Ursprung verschiedener Quellen, die hier aus dem Erdreich entspringen. Beheimatet sind auch verschiedenen Vogelarten, die das Naturschutzgebiet zusätzlich zu einem Vogelschutzgebiet verwandeln. Ein beliebtes Ausflugsziel ist neben der Kapelle der Dengelstein, der als Findling von dem Gletscher aus der Eiszeit hier liegt.

In der Geschichte des Kempter Waldes war der Straßenbau Gegenstand handfester Auseinandersetzungen zwischen dem Fürstabt und der Reichsstadt Augsburg. Die Straßen bedeuteten hohe Einnahmen aus Zoll und die Nutzung des Waldes als Jagdgebiet, Holzgewinnung oder auch als Weidegebiet. 1938 erbaute man inmitten des Waldgebietes die besagte Kapelle, die auch heute noch auf einer Lichtung steht. Erreichbar ist diese Kapelle über den Schwäbisch-Allgäuer-Wanderweg. Nur noch als Ruine ist die Burg Wolkenberg nahe Wildpoldsried vorhanden. Da das Waldgebiet Ausflugsziel für viele Wanderer, Radfahrer und Naturliebhaber ist, finden sich viele Wirtshäuser und Kneipen, die zur Einkehr einladen.

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