Kolumne

Der Auwald in Dillingen an der Donau – mehr als ein Nutzwald

Von: Marcus Schweizer

Quer durch den Landkreis Dillingen in Schwaben schlägelt sich die Donau – und ihr gleich tut es der Auwald. Dabei ist der Wald keine einzige große Fläche, wie man es von Wäldern so gewohnt ist, sondern ein Waldgebiet, das mal mehr mal weniger breit entlang der Donau verläuft. Das Waldgebiet ist mehr als eine Ansammlung an Bäumen und gibt den Menschen verschiedene Möglichkeiten.

Die Donauauen – hier schmiegt sich der Wald direkt an den Fluss – Foto: Wolfgang Glock, http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode

Natürlich ist der Auwald auch Nutzwald und hier wird ökologisch sinnvoll Holzwirtschaft betrieben. Wer sich auf die Spuren des berühmten Sohnes von Dillingen, Sebastian Kneipp, begeben möchte, gelangt unweigerlich auch in den Auwald. Gerade Familien schätzen das Erlebnis, im Auwald Tiere und Pflanzen zu entdecken. Der Auwald ist eben nicht nur ein Wald, sondern spielt für Klimaschutz, als Erholungszentrum und für die Trinkwasserversorgung eine wichtige Rolle.

Der Wald ist nicht nur für eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen zur Heimat geworden, sondern bietet auch den Menschen zahlreiche Möglichkeiten, ihre Freizeit zu gestalten. Zwischen Ulmen, Pappeln, Birken, Erlen, Robinien, Kirschen oder Eichen fließt die Donau entlang. Das Naherholungsgebiet umfasst auch den Dillinger Silbersee, um den die Routen zum Joggen, Radfahren, Nordic Walking oder einfach für einen ausgedehnten Spaziergang verlaufen. Eine oft genutzte Route ist der Trimm-Dich-Pfad, ein kleiner Waldweg, der direkt durch den Auwald führt. Die Strecke geht über 3.000 Meter und beinhaltet neben Gymnastikübungen auch Klimmzüge oder Liegestütze. Pathetisch gesagt, kommen hier Mensch und Umwelt zusammen. Und das unterstützt auch die Stadt selbst, denn die Wege und Pfade werden so gut wie möglich gepflegt, sodass die Natur auch genügend Raum für den Menschen übrig hat.

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