Kolumne

Wirtschaftsspionage | Bayern besonders betroffen

Wirtschaftsspionage in Bayern Wirtschaftsspionage in Bayern
Wirtschaftsspionage in Bayern

Wirtschaftsspionage in Bayern

Die Informationssicherheit in bayerischen Unternehmen, den Innovationstreibern der deutschen Exportwirtschaft, sollte gerade in Zeiten einer weltweiten Wirtschaftskrise stärker beachtet werden.

Denn wenn Firmen um den Absatz kämpfen müssen, vernachlässigen sie bisweilen den Schutz ihres wertvollen Know-hows, was Wirtschaftsspionen ein leichtes Spiel verschafft.

In der deutschen Gesamtwirtschaft liegen die Verluste durch ausgespähte Unternehmensinformationen geschätzt in zweistelliger Milliardenhöhe, sie lassen sich nur leider nicht genau beziffern. Ein großer Teil entfällt davon auf bayerische Mittelständler, weshalb das Wirtschaftsministerium des Bundeslandes jetzt eine Initiative über sein Außenwirtschaftsportal gestartet hat. Die Informationsreihe „Wirtschaftsspionage“ klärt die Unternehmen auf und liefert wichtige Hinweise, wie diese sich schützen können. Fünf Bereiche werden näher untersucht: „Internet“, „Faktor Mensch“, „Büro“, „Geschäftsreisen“ und „Hintergründe“. Das war uns ein Artikel wert!

Industriespionage in Bayern 17 30 SAT.1 BAYERN

Wirtschaftsspionage in Bayern

Wie das Wissen und die Daten aus den Firmen abgegriffen werden, merken die Betroffenen meist gar nicht. Im Internet sind Trojaner die Bösewichte, die auch Virenscanner („Trojanerscanner“ gibt es nicht!) und Firewalls umgehen können.

Das BayLfV (Bayerisches Landesamt Verfassungsschutz) warnt die Unternehmen ausdrücklich und bietet auch eigene Informationsbroschüren an. Die größte Gefahr geht nach Erkenntnissen der Ermittler aktuell vom „social engineering“ aus, bei dem die Hilfs- und Kooperationsbereitschaft von Mitarbeitern ausgenutzt wird.

Diese geben nach einem Plausch mit einem Interessenten auf einer Fachmesse ihre Visitenkarte weiter und werden wenig später kontaktiert, wobei der Spion zunächst rein belanglos plaudert. Mails werden ausgetauscht und in eine dieser Nachrichten hat der Angreifer einen Trojaner platziert, der wenig später im Firmennetzwerk Daten abgreift. In kleineren Unternehmen kann das Bewusstsein für diese Gefahr fehlen, und eine Fachabteilung für das Sicherheitsmanagement ist nicht vorhanden.

Daten schützen

Daten schützen

Als Schutzmaßnahmen schlägt das Bayerische Verfassungsschutzamt neben der Sensibilisierung von Mitarbeitern einen verstärkten technischen Schutz vor, der zudem fortlaufend aktualisiert werden müsse.

Vor allem die Kronjuwelen solle jedes Unternehmen mit strengsten Sicherheitsmaßnahmen schützen – jene etwa fünf Prozent an Informationen, die exklusives Wissen darstellen und einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Im Zweifel sollten Sie so gelagert werden, dass niemand von außen (Internet!) auf sie zugriff nehmen kann. Vor allem der Faktor Mensch sollte wie bereits erwähnt nicht unterschätzt werden. Auf Geschäftsreisen, bei Bürobesuchen von potenziellen Partnern (häufig aus Fernost) und auch beim Entlassen von Mitarbeitern können gefährliche Sicherheitslecks entstehen, deren Folgen möglicherweise nie wieder zu beheben sind.

ZDNet.de – Digitale Wirtschaftsspionage: ein totgeschwiegenes Problem

Abwehrmaßnahmen zur Wirtschaftsspionage

Der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil warnte gemeinsam mit Innenminister Joachim Herrmann beim Start der Info-Reihe „Wirtschaftsspionage“ vor den Gefahren für die bayerische Wirtschaft und legte den Unternehmen ans Herz, eigene Aktivitäten zum Schutz ihrer Informationen zu entwickeln.

Die Umsatz- und Marktanteilsverluste können weder die mittelständischen Unternehmen selbst noch das Land Bayern hinnehmen, so Zeil und Herrmann unisono. Immerhin entstehen Millionenschäden durch Spionage Dritter.

Gefahren drohen dabei nach Expertenmeinung von den verschiedensten Seiten, auch das Konkurrenzunternehmen aus Deutschland könne versuchen, sich durch Spionage einen unfairen Vorteil zu verschaffen. Neben den technischen Abwehrmaßnahmen hilft oftmals auch der Einsatz von Detektiven, um Industrie- und Werksspionage wirksam zu unterbinden. Bekannt und besonders empfehlenswert in Bayern sind in jedem Fall qualifizierte Detektive der Deutschen Detektei und alle Mitglieder vom Bundesverband Deutscher Detektive e.V., da diese auf einem sehr hohen Niveau, extrem professionelle Arbeit leisten, wie man es auch immer wieder der Presse entnehmen kann.

Detektive richtig einsetzen

Detektive richtig einsetzen

Verdächtige Mitarbeiter sollten bei Überwachungsmaßnahmen übrigens auch und gerade in ihrer Freizeit überwacht werden, denn die stärkste Triebkraft für die Informationsweitergabe ist Geld.

Die Bestechung von Informationsträgern ist daher ein gängiges Mittel.

Manchmal möchte ein Mitarbeiter oder eine Organisation (hier berühmte Fälle als PDF) aber auch die Karriere in einem anderen Unternehmen fortsetzen, und als „Einstand“ wertvolle Informationen mitbringen -so wie es einst der VW-Chef Ignacio Lopez getan hatte. Manchmal handelt es sich auch um schlichte Racheakte an der Unternehmensführung. Detektive können solche Aktivitäten verhindern oder unterbinden, auch schlagen Detekteien den beauftragenden Firmen geeignete Präventivmaßnahmen vor, da sie einen ganz anderen Blickwinkel auf sicherheitsrelevante Strukturen einnehmen.

Wenn ein Schaden entstanden sein sollte, hilft die Detektei mit gezielten Ermittlungen, Täter wie Mittäter zu ermitteln, das Ausmaß des Schadens zu minimieren und künftige Vorfälle dieser Art auszuschließen.

Wirtschaftsspionage ist in Bayern also ein wirklich ernstzunehmendes Thema.

Bildquellen
Artikelbild: ©panthermedia.net MP 2
Mitte-Links: ©panthermedia.net Sven Hoppe
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