Kolumne

Pflege Zuhause – Wenn Pflegekräfte aus Polen kommen

Unsere Bevölkerung wird immer älter, doch die Anzahl an Pflegekräften nimmt immer mehr ab. Eine Entwicklung, die es immer schwerer macht gute Betreuung für unsere Angehörigen zu finden, die nicht im Pflegeheim, sondern im eigenen Umfeld stattfinden soll. Aufgrund dieser aufkommenden Umstände, werden immer mehr Pflegekräfte aus Polen nach Deutschland vermittelt, um hier ihr Geld zu verdienen und um die Pflege in den eigenen vier Wänden weiterhin zu gewährleisten.

Pflegerin mit älterer Frau | © panthermedia.net /alexraths Pflegerin mit älterer Frau | © panthermedia.net /alexraths

Wenn Pflegekräfte aus Polen kommen

Sind unsere Liebsten aufgrund von Erkrankungen oder ihrem fortgeschrittenen Alter nicht mehr in der Lage sich selbst und ihren Haushalt ausreichend zu versorgen, liegt es an den nächsten Verwandten, dies zu übernehmen. Ist es für sie, durch den Beruf und die eigenen alltäglichen Aufgaben, auch nicht möglich diese Verantwortung auf sich zu nehmen, muss möglichst schnell eine andere Alternative gefunden werden. Da der Pflegefachkräftemangel in Deutschland weiter steigt, kommen hier Pflegekräfte aus Polen ins Spiel. Wie man diese einstellen kann und welche Aufgaben sie übernehmen, haben wir für euch zusammengefasst.

Polnische Pflegerinnen einstellen

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Um Pflegekräfte aus Polen nach Deutschland holen zu können und sie hier zu beschäftigen, muss man sich zunächst an eine passende Vermittlungsagentur wenden. Diese vermittelt mir dann, je nach anstehenden Aufgaben, die ideale Pflegekraft. Das zu bezahlende Monatsgehalt berechnet sich dann aus den vorzuweisenden Deutschkenntnissen. Je besser diese sind, desto höher ist das Gehalt der Pflegekraft. Zusätzlich zum Zahlen des Gehalts bin ich als Auftraggeber dazu verpflichtet, sowohl Kost als auch Logis zu stellen. Zu einem eignen Zimmer gehören also auch mindestens drei Mahlzeiten pro Tag, die der Pflegekraft zustehen.

Stehen diese Dinge der Pflegekraft ohne Probleme zur Verfügung, kann sie von Polen nach Deutschland kommen und ihre Arbeit beginnen. Je nach Deutschkenntnissen, ist die Eingewöhnungszeit einfacher oder etwas schwieriger. Hat sich die Pflegekraft eingewöhnt, ist es für sie wesentlich einfacher, sich voll und ganz auf die Arbeit und die zu pflegende Person einzulassen. Nach zwei bis drei Monaten wechselt dann die polnische Pflegekraft wieder, doch um die perfekte Arbeit auch weiter zu gewährleisten, weist die aktuelle Pflegerin die Neue genau in ihre Aufgaben ein und gibt Hilfestellung. So ist ein übergangslose Versorgung unserer Angehöriger auf jeden Fall abgesichert.

Zu erfüllende Aufgaben

Pflegerin mit älterem Mann | © panthermedia.net /Barabasa

Pflegerin mit älterem Mann | © panthermedia.net /Barabasa

Der wichtigste Aufgabenbereich der Pflegekraft ist die Versorgung der pflegebedürftigen Person selbst. Ganz individuell muss auf diese eingegangen werden. Verschiedene Erkrankungen wie zum Beispiel Demenz oder auch eine körperliche Behinderung, benötigen verschiedene Behandlungen und Vorgehensweisen. Die Pflegekraft sollte also nicht nur beim Aufstehen und Zubettgehen oder dem Duschen und der weiteren Hygiene unterstützen, sondern beispielsweise auch beim Essen oder einfacheren, medizinisch notwendigen Aufgaben helfen können.

Weiterhin gehören selbstverständlich auch Aufgaben rund um den Haushalt zum Aufgabenbereich. Ganz wichtig ist das Reinigen und Sauber halten des Wohnraums, sowie das Waschen der aufkommenden Wäsche. Des weiteren muss eingekauft werden. Dazu zählen nicht nur Lebensmittel, sondern auch Kleidung und Co. Sollten Haustiere im Haushalt leben und auch darum kann sich der Besitzer selbst nicht mehr kümmern, gehört auch das zu den zu bewältigenden Aufgaben.

Wurden alle alltäglichen Aufgaben erledigt, kann die polnische Pflegekraft mit der zu pflegenden Person zum Beispiel spazieren gehen oder, soweit noch möglich, Hobbies besuchen. Dies ermöglicht dem pflegebedürftigen Menschen auch das Leben außerhalb der eigenen vier Wände noch zu genießen und zu erleben. Wer rastet, der rostet; ein passendes Sprichwort.

Fazit zur den Pflegekräften aus Polen

Hand in Hand | © panthermedia.net /Melpomene

Hand in Hand | © panthermedia.net /Melpomene

Möchte man seinem pflegebedürftigem Angehörigen ermöglichen weiterhin Zuhause zu leben, obwohl dieser Hilfe benötigt, ist es ideal eine 24-Stunden Betreuung anzustellen. Diese kümmert sich nicht nur um alle anfallenden Aufgaben rum um Mensch und Haushalt, sondern ist auch Tag und Nacht zur Stelle falls Hilfe benötigt wird. Die polnischen Pflegekräfte machen es möglich, dass wir weiterhin auf diesen Dienst zurückgreifen können, obwohl es hier in Deutschland an solchen Kräften mangelt, was sie für uns zu einer Bereicherung macht.

Über Simon Schroeder (86 Artikel)
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