Kolumne

Höchstadt und der Karpfen Fridolin

Von: Ingrid Neufeld

Höchstadt präsentiert sich selbst als Tor zum Steigerwald und ist mitten im Herzen Frankens gelegen. Der erste Eindruck ergibt sich aus dem Charme des historischen Stadtturms, bei dessen Anblick jeder Fremde gerne an eine mittelalterliche Kleinstadt denkt. Schon der Kreisverkehr, in dem sich der Ortsunkundige zunächst orientieren muss, beinhaltet das „Wahrzeichen“ der Stadt, nämlich einen Fisch. Genauer gesagt einen Karpfen, von den Einheimischen liebevoll Fridolin getauft. Dementsprechend erhielt der Kreisverkehr den Namen „Karpfenkreisel“.

Ein Relikt aus längst vergangener Zeit: der Stadtturm – Foto: Berthold Werner

Einen Fisch als Wahrzeichen kann nicht jede Stadt aufweisen. Ein Fisch hat etwas sehr Tiefgründiges, fast Meditatives, haben die Christen doch auch einen Fisch als Symbol… Auch wenn die Bedeutung eine andere ist. Der Karpfen von Höchstadt verweist auf die vielen Karpfenteiche, die es entlang der Aisch gibt. Viele Gasthäuser profitieren von der besonderen Spezialität und bereiten ihre Aischgründer Spiegelkarpfen nach besonderen Rezepten zu.Die fränkische Gastlichkeit gefällt Einheimischen und Fremden gleichermaßen.

Höchstadt kann auf eine über 1.000-jährige Geschichte zurückblicken und erhielt schon im Jahr 1380 das Stadtrecht. Fachwerkhäuser, die Stadtpfarrkirche St. Georg im Zentrum, oder die steinerne Brücke sind Zeugen einer wechselvollen Vergangenheit. Höchstadt besitzt auch ein Schloss, in dem bis heute das Landratsamt untergebracht ist. Als interessante aufstrebende Kleinstadt besitzt Höchstadt neben Realschule und Gymnasium auch ein Hallenbad, ein Wellenfreibad und ein Eisstadtion.

Das Beste an Höchstadt sind die beiden Eisdielen, die nur ein paar Meter auseinander liegen und sich gegenseitig mit ihren Eiskreationen überbieten. Sehr zum Nutzen ihrer Kunden. Hier gibt es definitiv das beste Eis Mittelfrankens zu einem immer noch recht günstigen Preis.


1 Kommentar zu Höchstadt und der Karpfen Fridolin

  1. Jürgen Bub // 16. März 2012 um 05:45 //

    Die Eisdielen sind vorgemerkt, wenn’s uns mal wieder nach Franken verschlägt … vielen Dank!

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