Kolumne

Deutsches Kameramuseum in Plech – ein Blick durch die Linse

Von: Anja Bergler

Pfingsten 2012 war es soweit – das Deutsche Kameramuseum im oberfränkischen Plech wurde eröffnet. Zu bestaunen gibt es dort rund 13.000 Exponate, die sich allesamt mit dem Thema Fotografieren in Verbindung bringen lassen. Die Ausstellungsfläche beträgt ca. 250 qm – zahlreiche Vitrinen und Regale sorgen für einen kurzweiligen Rundgang durch das Museum.

Initiator des Kameramuseums ist Kurt Tauber, selbst Fotograf und Journalist. Bereits seit Jahren war es sein Traum, seine eigene Kameraausstellung auch dem breiten Publikum zu präsentieren. Was mit einigen Exponaten in einer einsamen Ecke in seinen Redaktionsräumen als kleine Ausstellung begann, konnte nun in Form eines eigenen Museums in die Tat umgesetzt werden.

Beheimatet in der Grundschule Plech

Kameras wohin das Auge reicht – Foto: Kurt Tauber

Die neuen Räume des Kameramuseums befinden sich nun in der Grundschule von Plech, genauer gesagt in der Schulstraße 8, in der oberen Etage. Man nimmt einfach die Autobahnausfahrt Plech der A9 und dann ist alles ausgeschildert.

Betrieben wird das Museum offiziell vom Förderverein Deutsches Kameramuseum in Plech e. V. während, wie oben erwähnt, die Stiftung Kameramuseum Kurt Tauber die Exponate zur Verfügung stellt.

Zahlreiche Modelle namhafter Hersteller haben hier nun ihren Platz gefunden. Ob Agfa, Leica oder aber Voigtländer, diese dürfen ebenso nicht fehlen wie die bekannte Minox, die schon bei James Bond eine wichtige Rolle gespielt hat.

Antiquitäten und Kurioses – alles dreht sich um die Fotografie

Eine Pentazet 35 – Foto: Kurt Tauber

Stehen inzwischen in der heutigen Zeit eher die leichten Digitalkameras im Vordergrund, war das Fotografieren früher noch „Schwerstarbeit“. Apparate aus Holz, Keramik oder Plastik, teilweise hatten die Apparate die Größe von Kleiderschränken. Auch die Technik von damals hatte nichts mit Hightech von heute zu tun. So kann man sich beispielsweise eine Reprokamera mit einer Länge von 4,40 Metern ansehen, die schon über acht Jahrzehnte auf dem Buckel hat. Doch auch viele Bilder, Videos, Schriftstücke oder Laborutensilien sind ausgestellt.

Das Kameramuseum ist für jeden geeignet. Man muss nicht unbedingt ein Fachmann in diesem Bereich sein, um der Faszination des Museums zu erlegen. Ein Besuch ist sicherlich empfehlenswert.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Die Öffnungszeiten des Kameramuseums sind jeden Sonntag von 14 Uhr bis 17 Uhr oder aber nach telefonischer Voranmeldung. Als besonderes Highlight ist noch die jeden ersten Sonntag im Monat stattfindende Foto- und Filmbörse zu erwähnen, die ebenfalls innerhalb der Öffnungszeiten Schnäppchenjäger zum Stöbern einlädt.

Die Eintrittspreise sind sehr human gestaltet. So bezahlen Erwachsene 3,50 Euro, für Jugendliche ab 14 Jahren beträgt der Eintritt 2 Euro, Familien zahlen 8 Euro.

Kontaktdaten:

Deutsches Kameramuseum in Plech, Schulstr. 8 (Gebäude der Grundschule), 91287 Plech, Tel. 09244/9825499

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