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Kolumne

Der Frankenweg – von Hof zur Harburg

Von: Sebastian Herbst

Ein Fernwanderweg, also ein überregionaler Wanderweg mit einer Streckenlänge von mindestens 300 km ist in Deutschland eigentlich gar nicht so besonders. Doch wenn sich einer dieser Wanderwege durch die beachtliche Länge von rund 520 km auszeichnet und zudem noch von sich sagen kann, er war der erste, der die Auszeichnung „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ verliehen bekam, dann ist das schon wieder etwas Besonderes. So wie der Frankenweg.

Die Weiten des Frankenwaldes – Foto: Zahner

Gestartet wird die lange Reise in Untereichenstein bei Hof und damit an der Grenze zwischen Oberfranken und Thüringen. Der erste Streckenabschnitt führt schließlich durch den Frankenwald, den Sie am besten von Döbraberg noch einmal bewundern, gilt dieser mit seiner Höhe von 794 m sicher nicht umsonst als „Dach des Frankenwaldes“.

Es geht weiter über Kronach und Kulmbach in den zweiten Wegabschnitt, „Oberes Maintal – Coburger Land“, in dem man unter anderem den Gottesgarten am Obermain durchläuft und dabei Sehenswürdigkeiten wie das Kloster Banz oder die Basilika Vierzehnheiligen bewundern kann. Wer hier zudem noch Zeit hat, sollte sich auch eine kleine Exkursion abseits des Frankenwegs auf den Staffelberg nicht entgehen lassen.

Gößweinstein liegt ebenso auf dem Frankenweg… – Foto: pegasus2

Mit der nächsten Station Heiligenstadt sind Sie dann auch schon im Streckenabschnitt der Fränkischen Schweiz, die mit ihren bizarren Felskonstruktionen und ihrem aufregenden Landschaftsbild fast schon so wirkt, also wolle sie mit allen Mitteln dem Maintal Konkurrenz machen. Was auch mit der Wallfahrtskirche in Gößweinstein und der Teufelshöhle in Pottenstein auch ganz gut gelingt. Über die ehemaligen Benediktinerklöster in Obertrubach und Weißenohe wird schließlich dieser Streckenabschnitt verlassen.

Mit dem nächsten Teilstück, der Frankenalb, betreten Sie schließlich über die Burg Hohenstein Mittelfranken, um im fünften Abschnitt mit Neumarkt i.d.Opf., wie der Name schon sagt einerseits die Oberpfalz zu betreten, andererseits aber auch in den Naturpark Altmühltal einzutauchen. Über den Jura gelangen Sie zur Wülzburg, eine auf 650 m Höhe gelegene Festung, die eindrucksvoll über der ehemaligen Reichsstadt Weißenburg thront.

…wie der Brombachsee im Fränkischen Seenland – Foto: El-mejor

Im schließlich letzten Streckenabschnitt hat man vom Spielberg einen wundervollen Ausblick hinunter ins Fränkische Seenland, das mit Gewässern wie dem Großen Brombachsee, dem Altmühlsee, dem Kleinen Brombachsee oder Rothsee auf eine Gesamtwasserfläche von knapp 20 km² kommt. Es geht weiter über Polsingen und Wemding mitten in die Schwäbische Alb, wo man schon aus einiger Entfernung den Schlusspunkt der langen Reise bewundern kann, die überaus opulente und sich im besten Zustand befindliche Burg Harburg, deren Burgschänke für die meisten Wanderer nun erst einmal Anlaufziel Nummer 1 darstellen wird.

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