Kolumne

Das Pompejanum – ein Stück römische Kultur mitten in Bayern

Von: Jan Sievert

Eine römische Villa mitten in Bayern? Wo gibts denn so etwas? Im unterfränkischen Aschaffenburg! Das Aschaffenburger Pompejanum ist der Nachbau einer römischen Villa aus Pompeji, welche zwischen 1840 und 1848 gebaut wurde.

König Ludwig I. gab damals seinem Hofarchitekten Friedrich von Gärtner den Auftrag, die Villa zu bauen, und kurz darauf, sie um ein erstes und zweites Stockwerk zu erweitern. Neben dem eigentlichen Grund, der Verwendung als königliche Villa, beabsichtigte Ludwig I., den Wissenschaftlern und Kunstliebhabern eine Art „Living-History“ zu ermöglichen, um das Studium der alten römischen Kultur anschaulicher zu gestalten.

Das Pompejanum in Aschaffenburg – Foto: Thomas Pusch

Nachdem das Pompejanum im zweiten Weltkrieg stark beschädigt wurde, dauerte es fast 35 Jahre (1960-1994) es wieder herzurichten. Heutzutage warten auf die interessierten Besucher auf zwei Etagen original römische, teilweise sehr seltene Kunstgegenstände sowie Alltagsgegenstände, die Einblicke in das römische Leben gewähren.

Unterhalb des Pompejanums befindet sich ein kleiner, aber sehr erlesener Weinberg, dessen Wein, der „Popejaner„, meist nur zu besonderen Anlässen und Empfängen der Stadtverwaltung ausgeschenkt wird.

Und daher, egal ob Sie Kunst-, Geschichte- oder Weinfan sind, sollten sie sich dieses Stück römische Kultur in Bayern nicht entgehen lassen. Am besten verbinden sie die Besichtigung einfach mit einer Stadtrundfahrt in Aschaffenburg, bei der sie sich auch unbedingt das Schloss Johannisburg ansehen sollten. Ein Besuch lohnt sich immer!

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