Kolumne

Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg

Von: Alexandra Koch

Dieses Nürnberger Museum ist überregional bekannt. Nicht umsonst trägt es als Germanisches Nationalmuseum einen Namen, der sich auf ganz Deutschland bezieht.

Nur 350 Meter vom Nürnberger Hauptbahnhof entfernt, liegt das Museum in der Kartäusergasse 1 direkt am Kornmarkt. Diese privilegierte Lage zieht auch zahlreiche Touristen an, die nur einen Kurzurlaub oder Tagesaufenthalt in Nürnberg einplanen möchten.

Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg – Foto: KaterBegemot

Doch was erwartet den Besucher im Germanischen Nationalmuseum? Eine Reise durch die deutsche Kunst, Kultur und Wissenschaftsgeschichte der Jahrhunderte! Unzählige Kunstgegenstände von der Frühzeit der Menschheitsgeschichte bis ins 20. Jahrhundert werden heute in dem 1852 eröffneten Museum ausgestellt. Das neue, moderne Museumsgebäude wurde übrigens erst 1993 fertiggestellt – dementsprechend modern kommt das Gebäude daher. Doch besonders interessant wirkt es in Verbindung zu seinen Nebengebäuden, in denen ebenfalls Exponate ausgestellt sind, denn dieses sind Reste eines alten Kartäuser-Klosters, welches miteinbezogen wurde. Zwischen Moderne und Vergangenheit erlebt auch der Besucher eine Reise durch die Geschichte.

Im Museum findet man ebenso zahlreiche Dauerausstellungen wie auch aktuelle Sonderausstellungen.

Der große Kreuzgang des ehemaligen Karthäuserklosters – Foto: Pirkheimer

Besonders interessant unter den Dauerausstellungen finde ich persönlich die Musikinstrumente, aber auch die wissenschaftlichen Instrumente. Unter diesen sticht das Torquetum heraus, das Johannes Praetorius aus Nürnberg 1568 baute und mit welchem man die Position der Sterne bestimmen konnte.

Mittelalterliche Kunst und Kunsthandwerk sind ebenfalls ein wichtiger Bereich des Germanischen Nationalmuseums. Hier steht an allererster Stelle selbstverständlich der berühmteste Bürger der Stadt – Albrecht Dürer. Im Museum befindet sich beispielsweise sein “Bildnis des Michael Wolgemut“. Unbedingt gesehen haben sollte man auch den Prachteinband des Codex Aureus, einer Evangelienhandeschrift aus dem 11. Jahrhundert, welche die Jahrhunderte beeindruckend gut erhalten überdauerte.

Die Schausammlung im "Germanischen", hier das 19. Jahrhundert – Foto: Pirkheimer

Auf das Mittelalter wurde ohnehin ein deutlicher Schwerpunkt in diesem Museum gelegt. Fast das gesamte Erdgeschoss ist ihm gewidmet. In den höheren Stockwerken werden das 15. Jahrhundert und das barocke Zeitalter, dann das 19. und 20. Jahrhundert beleuchtet. Besonders stechen hier auch die Gemälde heraus, wie etwa Anselm Feuerbachs “Amazonenschlacht”.

Besonders schön für einen Besuch im Museum zusammen mit Kindern ist ein Abstecher in die Spielzeug-Abteilung in einem Nebengebäude. Hier kann man in der Spielzeug-Stadt Nürnberg entdecken, womit die Kinder vor über hundert Jahren spielten.

In 2012 findet im Germanischen Nationalmuseum mit “Der frühe Dürer” die größte Dürer-Ausstellung in Deutschland seit 40 Jahren statt – ein Grund mehr, das Museum zu besuchen!

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