Kolumne

Extremsportlocations in Bayern

Extremsport in Bayern Extremsport in Bayern
Extremsport in Bayern

Extremsport in Bayern

Was kommt einem in den Sinn, wenn man von Bayern spricht? Schneebedeckte Berge, Skifahren im Winter, Bergwanderungen im Sommer, Natur pur, Stadtbummel durch München, deftiges Essen, Oktoberfest?

Alles richtig. Bayern ist aber auch etwas für Extremsportler. Damit ist nicht nur Bergsteigen jeglicher Art gemeint, sondern auch viele andere Sportarten.

Es gibt Extremsportlocations, die mittlerweile über die Landesgrenze hinaus ein Begriff sind. Mitten in Münchens Innenstadt kann man Surfern zuschauen. Richtig gelesen. In Münchens City ist auf dem Eisbach tatsächlich Fluss-Surfen möglich, sogar abends mit Flutlichtbeleuchtung. Die Welle ist 12 m breit und lockt Extremsportler aus der ganzen Welt an. Auch Wildwasserfahrten werden angeboten, z. B. im Bayerischen Inntal. Ein Kanu durch die Wellen und Strömungen eines Wildflusses manövrieren ist Adrenalin pur. Dabei sind sowohl selbstständige Fahrten möglich als auch Einsteigerkurse.

Eisbach Surfen München

Extremsport hoch in der Luft

An verschiedenen Orten sind auch Paragliding-Tandemflüge möglich, so beispielsweise am Chiemsee. Das Paragliding, auch Gleitschirmfliegen genannt, ermöglicht lautloses Fliegen.

Man sitzt in einem Gurtzeug, das unter dem Gleitschirm angebracht ist. Mit dem Gleitschirm ist man durch Leinen verbunden. So kann man den Flug lenken. Wie ein Vogel schweben und die atemberaubende Aussicht der umliegenden Berglandschaft bestaunen – auch das ist in Bayern möglich. Ein weiterer Extremsport in luftiger Höhe ist das Fallschirmspringen.

Hierbei beschleunigt man in wenigen Sekunden auf bis zu 250 km/h. In Leutkirch im Allgäu wird dieses angeboten. Man kann dort zwischen zwei Absprunghöhen wählen. Die eine beträgt 2500 Meter mit einem Freifall von ca. 20 Sekunden, die anderen 4000 Meter mit einem Freifall von ca. 50 Sekunden. Es gibt Fallschirmkurse und Tandemspringen. Beim Tandemspringen springt man gemeinsam mit einem erfahrenen Springer. Dabei hängt man etwas unterhalb vom eigentlichen Springer in einem Passagiergurtzeug. Tandemspringen ist daher auch ohne große Vorkenntnisse und Übung möglich.

Bungee-Jump München 10.8.08

Sportarten unter Wasser oder steil bergab

Nicht nur hoch in der Luft, auch unter Wasser gibt es Angebote. So kann man im Walchensee bei Garmisch-Patenkirchen einen Kurs im Apnoetauchen machen. Das ist Tauchen ohne künstlichen Sauerstoff.

In Schluchten im Allgäu kann man Canyoning-Touren mitmachen. Dabei wird eine Schlucht hinuntergeklettert. Man klettert, rutscht und seilt sich ab. Manchmal muss man sogar schwimmen und tauchen. Diesen Sport betreibt man nicht alleine, sondern im Team. Beim Klettern ist man oft auf gegenseitige Hilfe angewiesen, man muss sich absolut vertrauen können.

Die Landschaft sieht man beim Canyoning auf ganz andere Art als bei Wanderungen. Canyoning-Touren sollte man nicht auf eigene Faust unternehmen, sondern mit speziell ausgebildeten Canyoning-Führern. Auch Radfahrer kommen in Bayern auf ihre Kosten. Natürlich kann man auch „normale“ Radtouren unternehmen. Rund um den Ochsenkopf beispielsweise kann man aber auch mit dem Mountainbike Routen quer durch Wälder und Hügel fahren und dabei extreme Steigungen bewältigen. Oder man fährt in Fleckl mit der Seilbahn nach oben und dann eine 700 m lange Downhillstrecke zurück. Beim Downhillfahren fährt man mit speziellen Mountainbikes eine steile Strecke so schnell wie möglich herab. Dabei werden sehr hohe Geschwindigkeiten erreicht. Man braucht dafür ein spezielles Downhillbike und ein superschnelles Reaktionsvermögen.

Bungee Jumping München – Frank Lohnert

Fazit: Bayern bietet viele Extremsportlocations für unterschiedliche Sportarten. Durch Einsteigerkurse, Tandemsprünge und geführte Touren werden dabei nicht nur Profis, sondern auch Einsteiger angesprochen.

Artikelbild Oben: ©panthermedia.net Stefan Schurr

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