Kolumne

Beate Zschäpe – Wie groß war der Einfluss wirklich?

Wie groß war der Einfluss? Wie groß war der Einfluss?
Wie groß war der Einfluss?

Wie groß war der Einfluss?

In diesen Tagen schlägt der sogenannte „NSU-Prozess“ in sämtlichen Medien große Wellen. Niemand kann diese unfassbaren Taten, die das Zwickauer Trio über ein gutes Jahrzehnt verübt haben soll, fassen.

Grausame Morde an unschuldigen Bürgern, die ihre Wurzeln im Ausland haben und dennoch viele Jahre in Deutschland lebten.

Diese Taten und Täter sind mit einem gesunden Menschenverstand einfach nicht mehr nachzuvollziehen. Die Komplizen von Beate Zschäpe haben sich vor diesem Prozess aus der Verantwortung gestohlen. Wahrscheinlich haben sie damit gerechnet, dass sie nie wieder in Freiheit leben würden und sich deshalb selbst gerichtet. Doch das Urteil von Beate Zschäpe steht noch aus und wird wahrscheinlich in die traurige Geschichte der deutschen Gerichtsverhandlungen eingehen. Doch wer steckt eigentlich hinter den Tätern und welche Rolle spielte Beate Zschäpe dabei? Hat sie ihre zwei Komplizen nur sporadisch unterstützt oder war sie vielleicht sogar der Kopf der Bande?

Der Zschäpe Prozess – Brauner Terror vor Gericht – Doku

Die Anfänge

Mittlerweile weiß man Einiges um das Zwickauer Trio. Beate Zschäpe lernte ihre Komplizen in einem ostdeutschen Jugendclub kennen. Ein anfangs sporadischer Kontakt mit Uwe B. und Uwe M. entwickelte sich zu einer schnell wachsenden Kameradschaft, die sich in der rechten Szene etablierte.

Damals konnte zwar noch niemand davon ausgehen, dass das Trio ausländische Mitbürger mordend durch die gesamte Republik treiben würde, doch kritische Ansätze und Vorfälle von Ausländerhass gab es auch damals schon.

Beate Zschäpe hätte man dies allerdings nie zugetraut. Das berichten jedenfalls ehemalige Mitglieder des ansässigen Jugendclubs. Sie war zwar mit Uwe B. und Uwe M. eng befreundet gewesen, wirkte aber eher wie ein deeskalierender „Puffer“ in einer Szene voller hasserfüllter Männer. Das sagen auch die Eltern einer der Komplizen, bei denen das Trio sich immer wieder unregelmässig meldete, bis sie komplett im Untergrund verschwanden. Sie hofften, dass Beate Zschäpe positiv auf die aggressiven Jungs einwirken konnte. Vielleicht war sie aber auch der heimliche Drahtzieher der Truppe?

Das kann man nicht verzeihen | PANORAMA | DAS ERSTE | NDR

Das Doppelleben

Der Fall Beate Zschäpe ist und bleibt mysteriös. Die gute Vernetzung im Untergrund durch wahrscheinlich zahlreiche Helfer macht den Fall noch undurchsichtiger, als er ohnehin schon ist.

Das Trio soll unterwegs zahlreichen Menschen offen und freundlich begegnet und nicht negativ aufgefallen sein – ein klassisches Doppelleben. Es wird vermutet, dass Beate Zschäpe weitaus mehr als nur ein Teil des Trios war. Wahrscheinlich sogar ein ganz entscheidender Teil, der die Fäden zusammenhielt und Taten plante.

Doch das sind bisher alles nur Spekulationen. Uwe B. und Uwe M. können durch ihren Selbstmord jedenfalls nichts mehr zur vollständigen Aufklärung beitragen.

Anruf von Beate Zschäpe bei der Polizei

Fazit

Fakt ist, dass das Trio gute zehn Jahre grausame Morde quer durch Deutschland begangen haben soll. In fast allen Fällen waren es einfache Imbissbuden-Besitzer ausländischer Herkunft, die schon länger in Deutschland wohnten, als das Trio.

Was die Beweggründe und die Motive für diese schrecklichen Taten waren, wird nun das Gericht klären müssen. Es ist zwar äusserst unwahrscheinlich, dass Beate Zschäpe mit ihrem Insider-Wissen dazu beitragen wird, dennoch wird gerade von den Angehörigen eine lückenlose Aufklärung gefordert.

Eine nicht ganz einfache Angelegenheit für ohnehin schon überlastete Gerichte. Dieser Prozess wird viel Zeit, Geld und Nerven kosten!

Artikelbild Oben: ©panthermedia.net Allan Swart

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