Kolumne

Schnelles Internet flächendeckend ab 2011

Von: Holger Schossig

foto-holger-24Was in den großen Städten wie München, Nürnberg, Augsburg, Würzburg und auch Regensburg schon seit vielen Jahren möglich ist, soll nun endlich flächendeckend im ganzen Freistaat möglich sein: Das schnelle Internet soll kommen! Das soll es zwar schon lang, aber anscheinend werden nun endlich Nägel mit Köpfen gemacht.

In Bayern wird die Funkübertragung favorisiert - Foto: © Tom1411 / PIXELIO

In Bayern wird die Funkübertragung favorisiert – Foto: © Tom1411 / PIXELIO

Denn nun kommt es von offizieller Seite: Die bayerische Staatsregierung hat hochoffiziell verprochen, bis Ende 2011 das sogenannte schnelle Internet überall in Bayern anbieten zu können – eben auch in den ländlichen Regionen. Pläne der Berliner Koalition liegen schon länger vor und die sollen nun auch eingehalten werden.

Solche guten Nachrichten gehen meistens mit einem “Aber” einher. Und tatsächlich kann man in diesem Fall auch ein “Aber” erkennen, das jedoch für den Nutzer nicht besonders relevant erscheint – oder doch? Bevorzugt wird nämlich die Verlegung von Glasfaserkabeln. Das scheint jedoch an den Kosten zu scheitern. Deswegen wird man größtenteils auf Funk ausweichen müssen. Dazu sollen unter anderem die in diesem und nächsten Jahr freiwerdenden Rundfunkfrequenzen genutzt werden. Für den User könnte das allerdings doch Auswirkungen haben, denn Funkverbindungen sind störanfälliger als Kabelverbindungen. Bei Störungen wäre es dann völlig egal, ob man schnelles Internet hat oder nicht, denn dann hätte man gar kein Internet. Oder sollte man lieber nicht mosern, wer weiß, was der Staatsregierung sonst wieder einfallen würde?

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