Kolumne

Rudolf Diesel – genialer aber unglücklicher Erfinder

Von: Sabine Hutter

Rudolf Diesel gilt als Erfinder des Dieselmotors. Mit 24 Jahren reichte er ein Patent auf eine neue rationelle Wärmekraftmaschine ein, aus der sich später der Dieselmotor entwickelte. Trotz dieser bahnbrechenden Erfindung brachte der geniale Erfinder es nie zu Wohlstand oder gar Reichtum.

Seine Ausbildung

Rudolf Diesel, der Erfinder des Dieselmotors

Rudolf Diesel wurde am 18. März 1858 in Paris geboren und kam 1870 nach Ausbruch des Deutsch-Französischen Kriegs durch Ausweisung aller Nichtfranzosen nach Augsburg. Nach dem Abschluss des Gymnasiums machte er eine Ausbildung zum Mechaniker und studierte danach an der Technischen Hochschule in München. 1880 machte er dort sein Abschluss-Examen mit dem besten Ergebnis seit Bestehen der Schule.

Erfindungen und Experimente

Rudolf Diesel wollte eine ideale Wärmekraftmaschine entwickeln und wurde dafür anfänglich belächelt, weil niemand für möglich hielt, den dafür erforderlichen Druck kontrollierbar zu halten. Nach Experimenten mit Petroleum stieg er auf Benzin um und nach vielen Versuchen und einigen Rückschlägen gelang ihm in der Maschinenfabrik Augsburg 1897 mit Hilfe der MAN-Ingenieure die Entwicklung des ersten Dieselmotors, der in Serie gebaut werden konnte. Diesels großes Problem war, dass die Technik bei der Augsburger Maschinenfabrik, die später zur MAN AG wurde, nicht seinem Patent entsprach.

Am 1.1.1898 wurde die Augsburger Dieselmotorenfabrik gegründet, der zwei Jahre später die Gründung der Diesel Engine Company in London folgte. Patentstreitigkeiten führten dazu, dass 1911 die Augsburger  Dieselmotoren Fabrik wieder aufgelöst wurde und Rudolf Diesels Gesundheit arg unter den jahrelangen Patentprozessen gelitten hatte. Die genauen Umstände seines Todes wurden nie geklärt, aber man geht davon aus, dass er am 10.10.1913 Selbstmord aufgrund seines finanziellen Ruins begangen hat.

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