Kolumne

Solarenergie: Helchenried in Schwaben ist fit für die Zukunft

Von: Harry Sochor

Erneuerbare Energien sind das Thema der Zukunft, erst recht nach dem beschlossenen Atomausstieg der Bundesregierung. Helchenried hat dabei die Nase ganz weit vorn: Der Ortsteil des schwäbischen Marktes Dirlewang verbraucht pro Jahr etwa 500.000 Kilowattstunden Strom und erzeugt in erster Linie mit Solarenergie in etwa die gleiche Menge. Zusammen mit der örtlichen Biogasanlage wird sogar die fünffache Menge des eigenen Verbrauchs erzeugt. Einen weiteren Schritt in die Zukunft unternimmt der Ort mit der neuen 30 kW-Anlage auf den Dächern der Creaverpackungen GmbH.

Manfred Guggenmos, Volker Schloyer und Bürgermeister Alois Mayer sind stolz auf Helchenrieds positive Energiebilanz – Foto: Peter Bockelbrink

Für eine fruchtbare Zusammenarbeit haben sich Manfred Guggenmoos und Volker Schloyer, Geschäftsführer der creaverpackungen GmbH zusammen geschlossen: Anfang des Jahres wurde auf den Dächern der Fabrik eine neue 30kW-Solaranlage in Betrieb genommen. Die Initiatoren liegen damit genau auf Linie der Philosophie von Dirlewangs Bürgermeister Alois Mayer. Dieser legt großen Wert auf einen planmäßigen und sinnvollen Ausbau regenerativer Energien. Innerhalb der Marktgemeinde liege der Ausbaugrad nach dem Energieeinspeisegesetz ab 2012 ca. bei 75 Prozent.

Solarenergie wird auch in Bayern immer interessanter – Foto: Eclipse.sx

Ein Pionier in Sachen erneuerbare Energien ist Manfred Guggenmoos aus Warmisried. Sein Engagement geht weit über die Installation von modernen Photovoltaikanlagen hinaus. Denn bislang wird nur an der Oberfläche des gesamten Potentials gekratzt. Allein die Sonne liefert etwa 10.000 Mal so viel Energie, wie weltweit jährlich verbraucht wird. Guggenmoos engagiert sich unter anderem auch für die sinnvolle Nutzung der Wasserkraft. So ist im Rahmen des Projektes „Bürgerbatterie Dirlewang“ ein Pumpspeicherkraftwerk geplant, das Projekt wurde bereits auf europäischer Ebene vorgestellt.

Volker Schloyer, Geschäftsführer der creaverpackungen GmbH in Helchenried, hat mit der Inbetriebnahme der neuen Anlage die Engergiebilanz des Ortes weiter ins Positive kataplutiert. Das Unternehmen, eine Tochter der Schweizer Bourquin-Gruppe und Nachfolger der ehemaligen A. Frey Verpackungen, ist ein führender Hersteller von Verpackungen aus Voll- und Kompaktpappe. Das Thema regenerative Energie passt hier voll und ganz in die Firmenphilosophie. Denn neben modernsten Herstellungsmethoden wird großen Wert auf eine ressourcenschonende Produktion gelegt.

1 Kommentar zu Solarenergie: Helchenried in Schwaben ist fit für die Zukunft

  1. Elke Höfer // 28. Januar 2012 um 18:57 //

    Erneuerbare Engergien nutzen find ich super.
    Ich selbst hab zwar keine Photovoltaikanlage auf dem Dach, dafür aber eine kleine Solaranlage fürs Warmwasser! Und diese hat sich schon gut bewährt.

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