Kolumne

manomama – Kleidung aus der ökosozialen Mode

Von: Marcus Schweizer

foto-marcus-23Ökosoziale Kleidung ist das Stichwort des neuen Unternehmens manomama, das im April an den Start ging. Dabei geht es um den Shop von Sina Trinkwalder, die in der alten Textilhochburg Augsburg ein neues Konzept auf den Markt bringt.

Ihre Kleidung wird nicht nur sozial sein, sondern die Stoffe kommen auch aus ökologischem Anbau. Was das bedeutet, ist denkbar einfach: Die Baumwolle für den Stoff wird von Hand geerntet und die Angestellten bekommen einen Lohn über Tarif, mit flexibler Arbeitszeitgestaltung.

Soziale Kleidung aus Augsburg - die Website von manomama

Soziale Kleidung aus Augsburg – die Website von manomama

So verbindet manomama zwei Verantwortungsbereiche miteinander. Gerade Frauen, die bisher mit Haushalt und Kindern beschäftigt waren, finden schwer in die Arbeitswelt zurück und brauchen flexible Arbeitszeiten. Ökologische Verantwortung übernimmt Sina Trinkwalder durch die Verarbeitung von Stoffen, die aus von Hand gepflückter Baumwolle hergestellt werden und wobei auch noch die Umwelt geschont wird.

Die Kleidungsstücke sind sehr individuell gemacht und jedes einzelne erhält ein Etikett mit dem Namen der Näherin, aus deren Händen es kommt. Wer möchte, kann sich direkt auf der Homepage von manomama bei der Person bedanken oder einfach eine Nachricht hinterlassen. Das passt zum Konzept, denn Sina Trinkwalder sagt selbst, dass Personen sorgfältiger mit Kleidung und mit Ressourcen umgehen, wenn kein anonymes Gesicht dahinter steckt. Flexible Arbeitszeiten ist heute kein fremder Begriff mehr in der Arbeitswelt und Sina Trinkwalder zeigt mit manomama, wie dies erfolgreich funktioniert, selbst in einem tot geglaubten Industriezweig. Es wird wohl ein Arbeitsmodell der Zukunft sein, das von immer mehr Unternehmen ausgeübt wird. Schon jetzt sind so viele Vorbestellungen eingegangen, dass man bei manomama nach Arbeitskräften sucht.

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