Kolumne

Freeriding: Das sollten Sie beim Tiefschneefahren beachten

Freeride
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Der Winter ist im vollen Gange und in den bayerischen Bergen herrschen die besten Skibedingungen. Auf der Suche nach einem ultimativen Erlebnis zieht es jedoch immer mehr Skifahrer abseits der vorgegebenen Skirouten und präparierten Pisten zum Tiefschneefahren. Dabei ist äußerste Vorsicht geboten – bei Freeriding (Tiefschneefahren) ist die Lawinengefahr am höchsten.

Welche Vorsichtsmaßnahmen beim Tiefschneefahren berücksichtigt werden sollten und wie man sich in kritischen Situationen schützen und verhalten soll, erfahren Sie bei der Lektüre dieses Artikels.

Wetterberichte sorgfältig verfolgen

[sws_blue_box box_size=“630″]Eine Freeride-Tour bedarf richtige Vorbereitung. Der wichtigste Faktor bei einer Tiefschneefahrt ist der Wetterbericht, der alle relevanten Informationen zu Wind, Niederschlag und Temperatur beinhaltet. Darüber hinaus sollte jeder Sportler das Gelände mit einer entsprechenden Karte gründlich einstudieren – wichtig vor allem sind alle Hinweise zu Absperrschildern, Hangneigung, -form und -exposition. Die Auswahl der Teilnehmer einer Tour spielt genauso eine entscheidende Rolle – ausschlaggebend sind hier die Anzahl der Gruppenmitglieder, ihr Know-how in Bezug auf Skifahren wie auch ihre physische und psychische Verfassung. [/sws_blue_box]

Lawinenlagebericht nicht außer Acht lassen

Ob überhaupt, und wie hoch die Lawinengefahr im gegebenen Fall ist, hängt hauptsächlich von der Natur ab – der Schneedeckenaufbau, die Wetter-und Hanglage ist dafür in erster Linie verantwortlich. Jede Tourplanung für eine Freeride-Tour darf nicht ohne einen aktuellen Lawinenlagebericht (LLB) auskommen. Ein LLB beinhaltet die wichtigsten Hinweise zur momentanen Lawinensituation, die Schneeverhältnisse für bestimmte Skisportregionen sowie den Grad der Lawinengefahr.

In Bayern wie auch in den anderen europäischen Alpenländern gilt die sogenannte Lawinengefahrenskala, die mit fünf Gefahrenstufen versehen ist. Wenn an den Panoramatafeln in dem Skigebiet die Lawinenwarnleuchte aufleuchtet, haben die Skibegeisterten abseits der offiziellen Skipisten nichts zu suchen. In Deutschland wird die Leuchte ab der Lawinenwarnstufe drei eingeschaltet.

An sichere Ausrüstung denken

Die richtige Ausrüstung kann bei einem Freeride-Ausflug sogar lebensrettend sein. Vor allem bei der Auswahl der Skier darf man nicht fahrlässig handeln und die richtigen Bretter kaufen. Die Freerideski sind nämlich wesentlich breiter als der normale Ski, damit man im Tiefschnee überhaupt fahren kann. Größere Auftriebsfläche verspricht bessere Gleiteigenschaften. Des Weiteren soll ein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS) unbedingt mitgenommen werden, eine Lawinenschaufel und Lawinensonde dürfen bei der Komplettierung der Ausrüstung ebenfalls nicht fehlen.

Die Mitnahme dieser Rettungsausrüstung ist eigentlich eine Pflicht und gehört in jeden Rucksack, allerdings müssen die Skifahrer diese Geräte auch anwenden können. Zur optimalen Ausrüstung für solche Skitour gehört zusätzlich ein Helm, Rückenprotektor und Lawinenairbag. Das hört sich zunächst nach viel Equipment an, aber viele Freerider sind sich der Gefahren in den Bergen oftmals nicht bewusst. Falls man bei so einer Tour noch nicht teilgenommen hat, wäre die Teilnahme an einem Lawinenseminar über die Grundlagen des Risikomanagements empfehlenswert.

Fazit

[sws_grey_box box_size=“630″]Freeride-Tour ist stets eine ernst zu nehmende Angelegenheit. Um für solches Abenteuer bestens gewappnet zu sein, ist die Lektüre des Lawinenlageberichts, genaues Studieren der Wetterentwicklung, eine richtige Schutzausrüstung und gesundes Menschenverstand eine Pflicht. [/sws_grey_box]
Freeride Powder Ski Compilation Part 1

Bildquellen
Artikelbild: ©panthermedia.net Borislav Stefanov

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