Kolumne

Wird Schwabens Norden zur Region der Bioenergie?

Von: Marcus Schweizer

foto-marcus-26Die Zeit ist reif für neue Visionen und diese werden nun in Richtung Energiehaushalt entwickelt. Der Fachwirt für dezentrale und autarke Energieversorgung, Theo Karmann, spricht von einem Bündnis der Landkreise Augsburg, Donau-Ries, Günzburg und Dillingen.

Dieses Bündnis in Nordschwaben könnte bis zum Jahr 2020 eine gemeinsame Energieversorgung aufbauen, die unabhängig von Öl und Gas ist. Das hätte nicht nur für die Städte und Gemeinden enorme Vorteile. Auch Unternehmen und die Bürger selbst bekommen durch solch einen Zusammenschluss günstigen Strom aus regenerativen Quellen.

Solche Biogasanlagen könnten schon bald zum Landschaftsbild in Nordschwaben gehören - Foto: © JuwelTopo / PIXELIO

Solche Biogasanlagen könnten schon bald zum Landschaftsbild in Nordschwaben gehören – Foto: © JuwelTopo / PIXELIO

Unabhängigkeit und Preisstabilität sind nur zwei Vorteile, die sich vordergründig ergeben. Die ganze Region Nordschwaben steigt mit dieser Lösung in der Attraktivität für Unternehmen und in der Lebensqualität für die Bürger.

Gemacht wird dies schon in mehreren Orten. Das beweist, dass es nicht nur eine Theorie oder sogar eine Utopie ist, sondern in naher Zukunft Realität werden kann. Das Prinzip der dezentralen Versorgung ist denkbar einfach. Biogasanlagen produzieren mittels einer Kraft-Wärme-Kopplung Strom und die parallel entstehende Wärme wird über Fernwärme genutzt. Als Brennstoff für diese Anlagen eignen sich Abfälle aus der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft und Gartenabfälle. Das Fernwärmenetz muss allerdings erst gebaut werden und zählt erstmal zu den Kostenpunkten, obwohl diese sehr schnell wieder eingespart werden. Die zuständigen Bürgermeister und Stadträte denken jetzt schon einmal nach und geben sich sehr offen für diese Option.

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