Kolumne

Wie die Digitalisierung den Umgang mit der eigenen Gesundheit ändert

Durch die schnell fortschreitende Digitalisierung hat sich der Alltag vieler Menschen deutlich verändert. Besonders der Siegeszug der Smartphones hat zu großen Änderungen im Verhalten von Otto Normalverbraucher geführt. Während früher alle Arbeiten am Schreibtisch erledigt wurden und man für Bankgeschäfte, Einkäufe, Vertragsabschlüsse und verschiedene andere Besorgungen das Haus verlassen musste, läuft heute bei vielen alles zentral über das Smartphone ab. Dieses ist zum ständigen Begleiter und Assistenten des Menschen geworden.

Telemedizin | © PantherMedia /Arne Trautmann

In den vergangenen Jahren und besonders durch die Corona Pandemie in diesem Jahr ist das Handy auch zum ersten Ansprechpartner in Gesundheitsfragen geworden. Smartphone und Gadgets mit Verbindung zu diesem Gerät können dabei helfen, den Gesundheitszustand zu überwachen und zu verbessern.

Smartwatches und Fitnesstracker

Inzwischen tragen Millionen Deutsche Smartwatches oder Fitnesstracker. Dabei handelt es sich um Armbänder, die mit verschiedenen Sensoren ausgestattet sind, welche es ermöglichen, Daten über die Funktion des eigenen Körpers zu sammeln. Besonders interessant ist das Erfassen des Herzschlags und des Schlafes. Die Herzfrequenz ist ein sehr guter Indikator für die Gesundheit eines Menschen. Wer regelmäßig diesen überwacht und Unregelmäßigkeiten erkennt, kann die Daten leicht von einem Arzt überprüfen lassen.

Auch das Schlafverhalten sagt viel über den Gesundheitszustand aus. Schläft man unregelmäßig oder wacht häufig in der Nacht auf, zeigen dies die Apps, über die die Daten ausgelesen wurden. Da dauerhafte Schlafprobleme zu physischen und psychischen Erkrankungen führen können, sollten Auffälligkeiten im Schlafverhalten genauer geprüft werden. Die erfassten Vitalwerte sind natürlich nicht sehr genau, doch sie können sehr gut helfen, Unregelmäßigkeiten zu erkennen. Zudem motivieren sie den Träger, sich mehr zu bewegen, und helfen so dabei, gesünder zu leben.

Telemedizin

Videochat – Medizinisch | © PantherMedia /Andriy Popov

Eine der wichtigsten Neuerungen, die durch die Digitalisierung im Bezug auf die Gesundheit hervorgegangen ist, ist die Telemedizin. Heute ist es möglich, über das Smartphone einen Arzt zu konsultieren und somit im Krankheitsfall schnell mit einem Arzt zu sprechen.

Gesundheitsunternehmen wie Kry bieten seit einigen Jahren Telemedizinsprechstunden auf dem deutschen Markt an. Um eine virtuelle Sprechstunde wahrzunehmen, ist lediglich ein Smartphone oder Tablet nötig. Nach dem Download einer Gesundheitsapp kann man dann schnell über diese eine Videosprechstunde buchen. So wird nicht nur für viele Menschen ein Zugang zur medizinischen Versorgung geschaffen, sondern auch Kosten gespart und in Zeiten der Pandemie zudem der Bevölkerung eine alternative Art der Untersuchung geschaffen, die eine Infektion mit SARS-CoV-2 ausschließt.

Trainingsstunden für zu Hause

Ausreichend Bewegung ist für ein gesundes Leben unabdingbar. Regelmäßige Sporteinheiten stärken nicht nur das Immunsystem, sondern beugen auch schweren Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems vor. Wer sich schwer motivieren kann, ein Work-out durchzuführen oder nicht weiß, wie man spezielle Übungen ausführt, hat heute mit dem Smartphone auch einen Personal Trainer an der Hand. Auf Fitnessportalen, aber auch auf Youtube gibt es Zehntausende Videos, die durch verschiedene Sporteinheiten leiten. Egal ob Yoga, Tanzen oder Hanteltraining. Hier ist für jeden etwas dabei.

Die Digitalisierung hat nicht nur dafür gesorgt, dass es einfacher ist, die eigene Gesundheit zu überwachen und verbessern, sondern auch neue Wege der medizinischen Versorgung geschaffen. Da den Menschen mit dem Smartphone nun ein persönlicher Assistent zur Verfügung steht und es Tausende Apps gibt, die helfen sollen, gesund zu bleiben, leben nun auch viel mehr Menschen gesundheitsbewusst.

Über Simon Schroeder (132 Artikel)
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