Kolumne

Wassily Kandinskys wichtige Station in München

Von: Sabine Hutter

Der Künstler Wassily Kandinsky wurde am 4.12.1866 in Moskau geboren und zählt zu den herausragenden Malern des Expressionismus. Von ihm sind unter anderem die Werke „Das Jüngste Gericht“ und „Durchgehender Strich“.

Sein langer Weg zur Malerei

Das Maler Wassily Kandinsky

Wassily wuchs in Odessa als Sohn eines Teehändlers auf. Seine Eltern trennten sich und er wurde zum Großteil von seiner Tante erzogen. Nach dem Abitur begann er Nationalökonomie und Rechtswissenschaften zu studieren und in seiner Freizeit besuchte er Kunstausstellungen. 1889 faszinierten ihn die abstrakten Malereien auf den Trommeln der Ureinwohner des Ural-Gebirges. Ursprünglich war er auf einer Expedition, um das Rechtssystem der Syrjanen zu studieren. Seine Berufung an die estnische Universität lehnte er ab und zog nach München, wo er erst eine private Malschule besuchte, um dann an die Kunstakademie München zu wechseln.

Die abstrakte Malerei

Bereits 1902 wurden Werke von Kandinsky in der Berliner Secession ausgestellt. 1909 übernahm Wassily Kandinsky den Vorsitz der N.K.V.M (Neue Künstlervereinigung München) erst nach längerem Zögern, denn der Verein wurde ursprünglich ohne ihn gegründet. Aufgrund einer Meinungsverschiedenheit mit dem Maler Charles Johann Palmié wurde eine sogenannte Vierquadratmeter-Klausel in die Satzung des Vereins geschrieben, in der festgelegt wurde, dass jeder Künstler zwei Werke juryfrei ausstellen durfte, solange diese zusammen nicht mehr als vier Quadratmeter Fläche hatten. Bereits zwei Jahre später verstieß Kandinsky willentlich gegen diese Klausel.

Kandinskys abstrakte Werke stießen auf Unverständnis und so legte er den Vorsitz bei der  N.K.V.M im Januar 1911 nieder. Für eine Gegenausstellung malte Wassily Kandinsky das legendäre Gemälde „Das Jüngste Gericht“, das mit fünf Quadratmetern eindeutig gegen die Klausel verstieß. Das Bild fiel bei der Jury durch und Wassily konnte, Protest vortäuschend, die N.K.V.M verlassen. Seine Tätigkeit als Lehrer am Bauhaus hatte zur Folge, dass sich die geometrischen Figuren endgültig in seiner Malerei festsetzten und Kandinsky verglich Farben mit Musik und sprach von Farbklängen. 1930 traf er Solom R. Guggenheim, der zuerst nur einige Bilder von ihm kaufte und später die umfangreichste Sammlung mit 150 Bildern von Kaminsky besaß, die heute im Guggenheim Museum zu bestaunen sind. Am 13.12.1944 verstarb Wassily Kandinsky in Frankreich.

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