Kolumne

Wasserstoff – Der Antrieb der Zukunft?

Im Zuge des weltweiten Klimawandels wird nach immer besseren und effektiveren Möglichkeiten gesucht, den umweltschädlichen Verbrennungsmotor zu ersetzen. Immer mehr Wissenschaftler setzen ihre Hoffnung in den Wasserstoffantrieb und sehen in ihm die Zukunft der Mobilität. Doch wie funktioniert ein Wasserstoffantrieb überhaupt genau, seit wann gibt es ihn, wieso kommt er nicht schon viel öfter vor und sind Wasserstoffaktien wirklich eine sinnvolle Investition? Diese Fragen werden wir euch im Folgenden beantworten.

Wasserstoffantrieb | © PantherMedia / Alexander kirch

Wie funktioniert ein Wasserstoffantrieb?

Unter einem Wasserstoffantrieb wird umgangssprachlich eine Antriebsart bezeichnet, die Wasserstoff als Treibstoff oder als Energieträger nutzt. Der korrekte Begriff für Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb ist „Brennstoffzellen-Auto“. Im Grunde handelt es sich bei diesen Fahrzeugen um E-Autos. Der Unterschied zu normalen E-Autos besteht jedoch darin, dass sich im Auto eine Brennstoffzelle mit Wasserstofftank befindet, die den Strom für den Antrieb erzeugt. Die Brennstoffzelle erzeugt elektrischen Strom aus Wasserstoff. Das geschieht durch die Umkehrung der Elektrolyse. Der Wasserstoff und der Sauerstoff reagieren zu Wasser wodurch Wärme und elektrische Energie entsteht. Dieser Prozess gilt als lokal emissionsfrei, es werden nur Wärme und Wasserdampf freigesetzt. Allerdings müssen auch die Emissionen berücksichtigt werden, die bei der Erzeugung des Wasserstoffes anfallen. Wird der Wasserstoff mit Erdgas hergestellt, ist die Bilanz leider sehr schlecht. Besser sieht es aus, wenn der Strom für die Herstellung aus erneuerbaren Energien stammt. Ob ein Wasserstoffauto also gänzlich emissionsfrei ist, kommt auf die Herkunft des Wasserstoffes an.

Die Probleme des Wasserstoffantriebes

Wasserstofftankstelle | © PantherMedia / Alexander kirch

Wenn Autos mit Wasserstoffantrieb so gut für die Umwelt sind, warum gibt es dann bisher nur so wenige von ihnen? Zunächst einmal gibt es noch nicht viele Hersteller, die Wasserstoffautos serienmäßig herstellen. Die ersten serienmäßigen Brennstoff-Fahrzeuge auf dem Markt waren der „Hyundai Nexo“ und der „Toyota Mirai“. Wasserstofffahrzeuge brauchen natürlich auch Wasserstofftankstellen, doch die flächendeckende Versorgung mit Wasserstofftankstellen ist bei Weitem noch nicht gegeben. In Deutschland gibt es aktuell immerhin rund 100 Wasserstofftankstellen. Ein guter Anfang! Leider steht die Kostenfrage einer großflächigen Serienproduktion im Wege, denn die Brennstoffzellen-Technik ist bis heute sehr teuer. Die Brennstoffzellen-Stacks können in den neusten Automodellen in der Herstellung fünfstellige Beträge kosten. Kein Wunder also, dass sich auch die fertigen Fahrzeuge am Ende nicht jeder leisten kann.

Wasserstoffaktien kaufen

Analysten gehen davon aus, dass grüner Wasserstoff bis zum Jahr 2050 bis zu 24 % unseres Energiebedarfs decken und dabei helfen könnte, die Emissionen um etwa ein Drittel zu senken. An der Börse ist aktuell ein Hype um das Thema Wasserstoff zu erleben. Deutsche Wasserstoffaktien sind beliebt wie nie zuvor. Lohnt es sich also zu investieren? Die Entscheidung der Bundesregierung im Juni 2020, diese Technologie mit neun Milliarden Euro zu fördern, hat den Trend an den Finanzmärkten verstärkt in diese Branche zu investieren. Die Wasserstoff-Technologie hat auf lange Sicht das Potential nicht nur den klassischen Verbrennungsmotor, sondern auch die Elektromobilität abzulösen oder zumindest einen ähnlichen Stellenwert zu erreichen. Im Internet findet man viele verschiedene Unternehmen mit deutschen Wasserstoffaktien. Der Kauf von Wasserstoffaktien könnte sich lohnen, denn gerade in einer Zeit, in der die Automobilwirtschaft durch die Pandemie schwer getroffen wurde, ist ein Strukturwandel auf dem Vormarsch. Die Nachfrage nach umweltfreundlichen Alternativen zu Verbrennungsmotoren steigt, sie werden mit ziemlicher Sicherheit die Mobilität der Zukunft bestimmen.

Fazit

Brennstoffzellenauto | © PantherMedia / Elnur_

Immer mehr Menschen wünschen sich eine Umwelt- und klimafreundliche Alternative zum klassischen Verbrennungsmotor. Auch wenn die E-Autos sich immer größerer Beliebtheit erfreuen, so stehen auch sie in der Kritik, denn die benötigten Batterien für den Elektroantrieb werden alles andere als umweltfreundlich hergestellt. Der Antrieb durch eine Brennstoffzelle, vereinfacht Wasserstoffautos, scheinen der Antrieb der Zukunft zu sein, in dessen Erforschung und Weiterentwicklung nun nach und nach immer mehr finanzielle Mittel investiert werden. Und das Zurecht, denn der Wasserstoffantrieb hat Potential zur dauerhaften weltweiten Verbreitung in Sachen Automobil- und Energie-Industrie.

Über Simon Schroeder (136 Artikel)
Erstellt und gepflegt von <a href="https://plus.google.com/111295419607355970628?rel=author">Simon Schröder</a>.