Kolumne

Über die Via Danubia zum Apollo-Grannus-Tempel

Von: Marcus Schweizer

Im Sommer finden Radfahrer und Wanderer im Landkreis Dillingen eine kleine Perle. Entlang des Radweges an der Donau finden die Bewegungsfreudigen den alten Tempel. Genau genommen liegt der Apollo-Grannus-Tempel in Faimingen, einem kleinen Nebenort der Stadt Lauingen. In seiner Entstehung war Faimingen eigentlich nur ein Unterstützungspunkt der Römer, die hier ihre Versorgung sicher stellten. Sie mussten über die Donau kommen, errichteten hier dann auch die ersten Tempel und ließen sich nieder.

Eine Teilrekonstruktion des Apollo-Grannus-Tempel in Faimingen – Foto: Dr. Eugen Lehle

Das Alter des Tempels ist auf etwa 70 nach Christus datiert. Die Ausgrabungen fanden über mehrere Jahre statt, die erst im Jahr 1888 begonnen wurden. Während dieser Zeit fand man immer wieder neue Teilstücke, die sich dann zusammensetzen ließen.

Heute sind nur noch Trümmer erhalten, aber immerhin noch sehr gut erhalten. Am Ort sind Ausstellungstafeln über die Geschichte zu finden, auch mit Bildern, wie der Tempel im Original ausgesehen hatte. Heute gilt der Tempel als Freilichtmuseum. Insgesamt soll das Gelände über 40 ha groß gewesen sein. Dabei ist der Tempel auf etwa 1.000 m² gebaut, neben dem Hauptgebäude gab es noch Nebengebäude. Sie wurden beide als Bad genutzt, das aus Quellwasser gespeist wurde. Nicht nur Radfahrer nutzen den Tempel als Ausflugsziel, auch bei fast allen Schulen aus dem Landkreis und der Umgebung gilt der Tempel als Pflichtziel.

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