Kolumne

Thaimassage gegen Verspannungen – Das sind die Vorteile

Rückenschmerzen gehören zu einem der häufigsten Volksleiden in Deutschland. Ursache dafür sind häufig Fehlhaltungen am Schreibtisch und zu wenig Bewegung und Dehnung. Auch unter Stress leiden die Deutschen oft und regelmäßig. In Kombination ergibt das nicht gerade eine Wohlfühl-Mischung. Eine entspannende Massage kann nicht nur die Rückenschmerzen, sondern auch den Stress auf sanfte Art und Weise behandeln. Besonders beliebt sind die sogenannten Thaimassagen. Doch was versteht man eigentlich genau unter der effektiven Methode, wo hat sie ihren Ursprung und welche Vorteile hält sie für einen bereit?

Thaimassage zur Entspannung | © PantherMedia / Murat Subatli

Der Ursprung der Thaimassage

Die traditionelle Thaimassage umfasst eine ganze Reihe von unterschiedlichen Massage-Techniken, die in Thailand auch unter der Bezeichnung „Nuad Phaen Boran“ bekannt ist. Wörtlich übersetzt bedeutet dies „Massieren nach uraltem Muster“. Die Thaimassage ist eine Kreuzung aus (passivem) Yoga und Akupressur, bei der die – aus dem Yoga entnommenen – Streckpositionen und Dehnbewegungen mit Gelenkmobilisation und Druckpunktmassagen verbunden werden. Doch wie läuft eine Thaimassage eigentlich genau ab? Eine gute Thaimassage sollte immer mit einem ausführlichen Vorgespräch beginnen, in dem der Masseur / die Masseurin euren Gesundheitszustand und eure Beschwerden mit euch bespricht, damit die Intensität der Behandlung individuell an euch angepasst werden kann. Die Massage findet meist auf einer Matte auf dem Boden statt, damit genug Platz für die ausgiebigen Dehnübungen geboten ist. Anders als bei einer klassischen Rückenmassage bleibt ihr jedoch angezogen und begebt euch in unterschiedliche Körperhaltungen – mal liegend und mal sitzend.

Gesundheitliche Voraussetzungen für eine Thaimassage

Die traditionelle Thaimassage kann sehr intensiv sein und dient vor allen Dingen der Vorsorge möglicher Beschwerden. Vor der Behandlung werdet ihr in einem Vorgespräch über euren Gesundheitszustand befragt. Bei akuten Rückenschmerzen und Verspannungen oder Migräne kann eine Thaimassage ein echtes Wundermittel sein. Wer unter einer Herz- und Gefäßerkrankung leidet, Muskel- oder Knochenverletzungen, offene Wunden oder Fieber hat, der oder die sollte von einer Thaimassage lieber absehen, da sie in diesen Fällen ein potentielles Risiko darstellen könnte. In der Schwangerschaft ist ebenfalls von einer Thaimassage abzuraten, da bestimmte Reflexzonen die zur Massage dazugehören, in der Schwangerschaft nicht massiert werden dürfen. Auch wenn die Massage noch so wohltuend ist, übernimmt die Krankenkasse Thaimassagen leider nur in den seltensten Fällen. Als Patient solltet ihr bei der Krankenkasse aber nachfragen, vielleicht habt ihr ja Glück und eure Kosten werden übernommen.

So wirkt eine Thaimassage

Rückenschmerzen | © PantherMedia / fizkes

Die Thaimassage kann noch einiges mehr als Verspannungen zu lösen und Rückenschmerzen zu lindern. Durch die unterschiedlichen Drucktechniken aus der Akupressur und Dehntechniken aus dem Yoga überträgt der Masseur Energie und Kraft auf den Körper des Massierten. Durch die Massage bestimmter Druckpunkte sollen Blockaden im Energiefeld des Patienten gelöst werden, was Erkrankungen vorbeugen soll. Nebenbei werdet ihr während der, in etwa zweistündigen Massage, in einen tiefen Entspannungszustand versetzt. Glieder, Muskeln sowie der Geist finden während der Thaimassage gleichermaßen Entspannung und Lösung.

Wie unterscheidet sich eine Thaimassage von herkömmlichen Massagen?

Während die klassischen europäischen Massagen oft zur akuten Schmerzbehandlung eingesetzt werden, soll die Thaimassage im besten Fall zur Vorbeugung wirken, bevor die Beschwerden überhaupt auftreten. Der Gedanken der Prävention ist in der fernöstlichen Medizin weit verbreitet. Daran sollten wir uns wahrscheinlich viel öfter ein Beispiel nehmen und uns um unsere Körper kümmern, bevor sie uns mit Hilfe von Schmerzen Warnsignale schicken müssen. Bei einer westlichen Massage wird meist auf nackter Haut mit Öl in streichenden und knetenden Bewegungen gearbeitet, bei der Thaimassage bleibt der Patient / die Patientin jedoch angezogen, sie findet auf dem Boden statt und der Masseur oder die Masseurin verwendet nicht nur die Hände. Auch Knie, Ellenbogen und Füße kommen zum Einsatz.

Fazit

Entspannung nach einer Massage | © PantherMedia / mproduction

Rückenschmerzen und Verspannungen können einen im Alltag ganz schön beeinträchtigen und sie entstehen sehr schnell. Zu langes Sitzen am Schreibtisch, zu wenig Bewegung im Alltag oder ihr habt euch nachts aufgrund eines nicht passenden Kissens verlegen und schon sitzt die Verspannung im Nacken tief. Meistens bleibt es leider nicht dabei, es folgen Kopfschmerzen, Migräne und Konzentrationsstörungen. In einem solchen Fall kann der regelmäßige Besuch einer Thaimassage Abhilfe schaffen. Auch wenn die intensive Massage auch bei akuten Beschwerden helfen kann, so dient sie doch hauptsächlich der Vorsorge. Wenn ihr zu Verspannungen neigt, kann euch eine Thaimassage wohltuende Entspannung bringen.

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