Kolumne

So schön ist nur die Rhön

Von: Jan Sievert

foto-jan-22Bayern hat weit mehr Berge als die Alpen – Vor allem dem gebildeten Franke sollte dies bekannt sein. Zu erwähnen wäre hier der Frankenwald, das Fichtelgebirge, der Spessart oder eben auch die Rhön. Im Nordwesten Bayerns, nördlich von Bad Brückenau und Bad Neustadt an der Saale, liegt das 1.860 km² große Mittelgebirge im Grenzgebiet zu den Bundesländern Hessen und Thüringen. Die Wasserkuppe, mit 950 Metern der höchste Berg der Region, bietet einen wunderschönen Ausblick über die Berglandschaft und die drei Bundesländer.

Bergig und wunderschön: die Rhön, hier bei Wildflecken - Foto: © Rhoentourist.de / PIXELIO

Bergig und wunderschön: die Rhön, hier bei Wildflecken – Foto: © Rhoentourist.de / PIXELIO

Der Name leitet sich wahrscheinlich vom keltischen Wort “raino”, also hügelig ab. Zu etwa derselben Zeit bekam die Rhön von den Römern den Namen Buchonia, da damals die Region ein üpigger Buchen-Urwald war. Aus der Zeit der Kelten blieben nicht nur archäologische Kostbarkeiten im Boden zurück, sondern auch zahlreiche Orts-, Berg- und Flurnamen haben keltische Sprachwurzeln. So bleibt das Erbe dieser großen Kultur bis in die heutige Zeit erhalten. Ein paar Jahrhunderte später schätze man, ebenfalls aufgrund des guten Ausblicks, den militärischen Wert der Rhön, weshalb im Mittelalter mehrere Höhenburgen gebaut wurden.

Heutzutage ist die Rhön vor allem ein beliebtes Naherholungs-, Sport und Freizeitgebiet. Im Winter haben mehrere Skilifte offen und im Sommer laden Sommerrodelbahnen zum “Runterdüsen” ein. Aber auch für gemäßigtere Sportarten wie Wandern, Radfahren und Skilanglauf hat die Rhön ihren Anreiz. Das Mittelgebirge zwischen den drei Bundesländern bietet somit, egal in welcher Jahreszeit, hervorragende Freizeitmöglichkeiten – für Jung und Alt. Ich werde dann mal wieder meine Wanderkarte rausholen und mich auf den Weg machen. Vielleicht sieht man sich ja bald einmal…

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