Kolumne

Schloss Birkenfeld – Residieren wie einst der Adel

Von: Jan Sievert

Eine der wohl bedeutensten Schlossanlagen des 18. Jahrhunderts, das Schloss Birkenfeld, befindet sich nahe Maroldsweisach in den schönen Hassbergen in Unterfranken. Der eigene Stadtteil „Birkenfeld“ besteht aus kaum mehr als dem einer Landvilla ähnlichem Schloss und den dazugehörigen Gutsgebäuden. Vergleichbar mit dem Schloss Birkenfeld ist aufgrund der einzigartigen Architektur mit den französischen und niederländischen Elementen nur noch das Schlösschen Ullstadt in Mittelfranken.

Lust auf Urlaub im Schloss? Schloss Birkenfeld in Unterfranken – Foto: Dark Avenger

Bereits im 14. Jahrhundert ließen Dienstmänner des Grafen von Henneberg in Birkenfeld eine Burg bzw. ein Schloss errichten. Nach mehreren Besitzerwechseln wurden Ende des 15. Jahrhunderts erstmals derer von Hutten erwähnt. Johann Philipp Friedrich von Hutten ordnete Mitte der 1730er Jahre den Abriss der alten Anlage und den Bau eines neuen Schlosses an. Besagter Rohbau wurde zwischen 1738-1752 gebaut, jedoch erst 37 Jahre nach Baubeginn, 1775, komplett fertiggestellt. Nach dem Tod Johann Philipps ging die Anlage in den Besitz der von Wöllwart über, um 1850 in den der von Ortenburg. Noch heute ist Schloss Birkenfeld im Besitz derer von Ortenburg und wurde zwischen 1994 und 1997 aufwendig statisch saniert, um den Verfall durch baubedingte Mängel des Schlosses zu verhindern.

Und zum Schluss sollten alle Freunde eines außergewöhnlichen Urlaubs noch einmal aufpassen:
Seit einigen Jahren fungiert die Residenz im ehemaligen Privatkurort als Ferienhaus. Und bei einem Urlaub in diesen edlen Gemäuern findet sicherlich jeder etwas. Ob Geschichte, Ruhe, wunderschöne Landschaften, den hauseigenen Pool, schier endlose Ausflugsmöglichkeiten für Jung und Alt, zu Fuß, per Rad auf dem Pferd oder Auto. Eben ein Traum von einem Urlaubsziel.

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