Kolumne

Scheidungsgründe | Warum Partnerschaften zerbrechen

Scheidungsgründe Scheidungsgründe
Scheidungsgründe

Scheidungsgründe

Scheidungsgründe haben oftmals auch viel mit den Gründen zu tun, aus denen wir eine Ehe schließen.

Die Versorgungsehe ist freilich damit natürlich nicht gemeint, auch wenn es sie noch immer gibt.

Manches, was für Liebe gehalten wird, entpuppt sich nach dem ersten Rausch der Verliebtheit und sexuellen Entdeckerfreude als etwas anderes. Scheidungsgründe haben aber auch viel mit dem zu tun, was wir sind.

Neurosen, Narzissmus, Alkoholismus und Gewaltneigung dürften häufiger zu den Scheidungsgründen gehören, als wir gesellschaftlich zugeben möchten. Des weiteren sind Männer und Frauen emotionell und in ihren Erwartungen aneinander nicht immer kompatibel. Männer betrachten beispielsweise ein sexuelles Abenteuer neben der Ehe als Nebensache, die durchaus verzeihlich ist. Sie trennen häufig Sex und Liebe. Frauen sehen eine außereheliche Affäre als Treue- und Vertrauensbruch – und gegebenenfalls auch als Scheidungsgrund an.

Aber nicht immer ist ein Mangel an Sex auch der Grund, warum der Mann oder die Frau fremdgeht. Möglicherweise ist es sexuelle Frustration oder Langeweile trotz wallender Hormonlage, zu viel Routine im Bett oder einfach der übermächtige Jagdtrieb, dem er immer wieder anheim fällt. Einen Seitensprung verzeihen viele noch – mehrere Vertrauensbrüche aber nicht. Darüber hinaus entwickeln sich manche Menschen im Laufe einer langjährigen Ehe auseinander. Wenn das gemeinsame Gespräch über gewandelte Interessen nicht mehr als Beziehungskitt funktioniert, bleibt oft Wortlosigkeit.

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Scheidungsgründe gibt es also genug. Trotzdem kommt es nicht immer gleich zur endgültigen Trennung. In einer Ehe, in der Kinder oder gemeinsame wirtschaftliche Interessen vorhanden sind, versucht man meistens Krisen zu gemeinsamem Nutzen zu meistern.

Man nimmt allerdings oft keinen Paar- oder Familientherapeuten zu Hilfe, sondern versucht, zu Kompromissen zu finden. Daher werden die eigentlichen Probleme oft nicht aufgedeckt und schwelen weiter. Enttäuschte Erwartungen dürften unter dem Strich zu den häufigsten Gründen gehören, warum Beziehungen scheitern. Ob die Erwartungen realistisch waren, steht aber auf einem ganz anderen Blatt. Häufig ist unser Bild vom Partner sehr geschönt und es wird viel zu viel erwartet.

Häufige Scheidungsgründe: Geld, Stress und Routine

Probleme mit dem Geld gehören mittlerweile zu den gängigen, wenn auch nicht den einzigen Gründen für das Ende einer Beziehung. Verdient die Frau beispielsweise wesentlich mehr oder ist gar ständiger Gast in der Presse, kann sich der Mann entwertet fühlen, wenn er nicht genug Selbstwertgefühl aufbringt.

Keiner möchte in finanzieller Konkurrenz stehen oder dauerhaft als Hausmann oder Hausfrau leben. Insbesondere für Männer ist der Beruf das Feld, in dem sie sich beweisen und ihren Interessen nachgehen können.

In anderen Fällen ist es die finanzielle Abhängigkeit der Frau vom Ehemann, die zum Zerwürfnis führt. Niemand möchte ständig um Haushaltsgeld bitten müssen, weil der Mann als Alleinverdiener die Hand darauf hält und Rechenschaft über jeden Penny erwartet. Als Beziehungskiller sind aber auch Mangel an Verständnis und guter Kommunikation zu nennen.

Wenn man sich gegenseitig nur noch stresst, wird eine Beziehung unerträglich. Beziehungen sollten wie Oasen sein, in denen man sich erholen kann, sich geborgen weiß und verstanden fühlt. Eine Weile kann man ertragen, dass die Beziehung der Routine anheim fällt. Immer derselbe Sex, immer dasselbe Essen, immer dieselben Gespräche und Freizeitbeschäftigungen. Manchem gefällt das, das Gros der Menschen aber möchte mehr Anregung, neue Impulse und eine Erweiterung seines Horizonts. Zu viel Routine in einer Beziehung führt unweigerlich zur Langeweile.

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Die Beziehung retten

Manchmal ist es schwer, eine Beziehung zu retten – beispielsweise, wenn die Partner emotionell nicht kompatibel sind und verschiedene Erwartungen an die Ehe besitzen. Meistens aber gibt es ausreichende Schnittmengen, um die entstandenen Gräben und Missverständnisse zu überwinden.

Wer heiratet, weil der Sex toll ist und materielle Interessen befriedigt werden, wird irgendwann den Rest vermissen, der eine Beziehung erst ausmacht. Humor, Vertrauen, Respekt, Verständnis, gegenseitige Unterstützung und geteilte Interessen sind immer noch Beziehungskitt Nummer eins.

Die Ehe muss ein dynamischer Bund zweier Individuen bleiben, sich neuen Einflüssen öffnen können und entwicklungsfähig bleiben. Der goldene Käfig betulicher Zweisamkeit wird irgendwann zu eng. Wichtig ist es, regelmäßig gemeinsame und getrennte Erlebnisse zu haben, Weiterbildungschancen zu nutzen, sich zu engagieren und sich bei der gegenseitigen Entwicklung zu dem Menschen zu unterstützen, der man werden kann.

Wenn in den Seelen beider Partner Zufriedenheit herrscht und man die Anwesenheit des anderen als Glück begreift, ist alles gut. Mit mancher Marotte muss man leben lernen. Andere dauerhaft ändern kann man meistens nicht, sich selbst aber wohl.

Anny Ondra – Der Scheidungsgrund 2

Die Gefahr dass die gemeinsamen Interessen im Laufe von vierzig Jahren auseinander driften, oder man jemanden kennenlernt, der besser zu einem zu passen scheint, kann niemand ganz ausschließen. Da ist es wichtig sich darauf zu besinnen, was die jetzige Beziehung eigentlich ausmacht.

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