Kolumne

Rezepte für findige Schwammerlsucher

Von: Tanja Ranzinger

Frische Waldschwammerl zu finden ist oft gar nicht so einfach. Da läuft man oft stundenlang durch den Wald und bringt dann vielleicht für eine Mahlzeit frische Waldpilze nach Hause.

Um aber diese zu einer leckeren Mahlzeit verarbeiten zu können, habe ich hier ein paar einfache Rezepte.

Schwammerlsuppe

Der Birkenpilz kommt in der Schwammerlsuppe richtig gut – Foto: © Maja Dumat / PIXELIO

400 gr geschnittene frische Waldpilze gemischt, etwas Salz, ½ Zwiebel, Brühwürfel, Majoran, Pfeffer, etwas Sahne

Für die Einbrenne etwas Fett und einen EL Mehl

Die Pilze mit 1 ½ Liter Wasser zum Kochen bringen, salzen und die gewürfelte Zwiebel zugeben. Das Ganze etwa eine Stunde leicht köcheln lassen. Anschließend aus Fett und Mehl eine helle Einbrenne bereiten. Dazu Fett in einem Topf zerlassen, Mehl darüber stäuben und unter Rühren goldgelb bis hellbraun werden lassen. Mit dieser Einbrenne wird die Suppe gebunden. Aber Vorsicht: Beim Einrühren kräftig rühren, sonst entstehen Klümpchen.

Abgeschmeckt wird mit einem Brühwürfel, etwas Majoran und Pfeffer. Zum Schluss gibt man noch einen Schuss Sahne dazu. Dazu schmeckt frisches Bauernbrot, aber auch Semmelknödel sind dazu sehr lecker.

Erpfezeltn und Schwamma

Der für viele leckerste Pilz überhaupt: Der Steinpilz – Foto: © Sarah Ward Krause / PIXELIO

Erpfezeltn
12-15 gekochte Kartoffeln, 200 g Mehl, 1 Ei, Salz, Fett zum Ausbacken

Die gekochten Kartoffeln schälen und noch heiß durchpressen, dann auskühlen lassen. Die Kartoffeln mischt man anschließend mit Mehl, Salz und Ei zu einem geschmeidigen Teig, wellt ihn aus und schneidet ihn in Vierecke von ca. 5×5 Zentimetern. Die Vierecke werden schwimmend in heißem Fett ausgebacken, bis diese goldgelb sind.

Schwamma
400-500 g frische Schwammerl, Salz, Pfeffer, ½ EL Essig, Brühwürfel, Mondamin, Sauerrahm

Die Schwammerl in 1 ½ Liter Wasser etwa eine ¾ Stunde kochen. Mit Salz, Pfeffer, Essig und Brühwürfel abschmecken. Gebunden wird mit Mondamin. Zum Schluss gibt man noch etwas Sauerrahm hinzu.

Die Erpfezeltn werden dann zu den Schwammerl gegessen.

Lasagne mit Pfifferlingen

Leckere Pfifferlinge, nicht nur als Lasagne ein Genuss – Foto: © Torsten Rempt / PIXELIO

250 g Pfifferling, 2 Zwiebeln, 4 EL Öl, 300 g gemischtes Hackfleisch, 3 Tomaten, 1/8 Liter Flesichbrühe, 1 TL Tymian, ½ TL Oregano, 250 g Lasagneblätter, 100 g Mozzarella, 50 g geriebener Parmesan, Salz, Pfeffer, Butter für die Form

Für die Soße:
40 g Butter, 40 g Mehl, ¼ Liter Milch, 1/8 Liter Fleischbrühe

Pfifferlinge putzen und in Streifen schneiden. Zwiebeln schälen, fein hacken und in Öl glasig dünsten. Fleisch zugeben und anbraten, Pilze untermischen. Tomaten heiß überbrühen, kalt abschrecken, häuten und würfeln. Zu dem Fleisch geben und die Fleischbrühe angießen. Das Ganze 15 Minuten dünsten und mit den Gewürzen Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Béchamelsoße die Butter in einem Topf erhitzen, Mehl einrühren, anschwitzen und nach und nach die Milch zugeben. Danach auch die Fleischbrühe, alles mit Salz und Pfeffer würzen.

Eine feuerfeste Form ausbuttern, etwas Béchamelsoße in die Form geben, eine Lage Lasagneblätter hineinlegen, darauf eine Schicht von der Pilz-Fleisch-Soße geben. Nochmals Béchamelsoße darüber, Mozzarella und wieder Lasagneblätter. So wird schichtweise weitergemacht, bis alles in der Form ist. Zum Schluss streut man den Parmesan darüber und schiebt die Lasagne dann bei 175 Grad für 34-40 Minuten in den Ofen.

Und dann lässt man sich alles recht gut schmecken und berichtet hier, ob es geklappt und wie es gemundet hat.

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