Kolumne

Retro in 2020: Ist das noch zeitgemäß? Retro trendet!

Die Digitalisierung hat zahlreiche Neuerungen in unseren Alltag gebracht, die wir nicht mehr missen möchten. Alexa, Smartphones oder Onlinebanking gestalten unser Leben nicht nur unkomplizierter, sie machen uns mobiler und lassen sich in höchstem Maße intuitiv bedienen. Der Fortschritt hat sowohl im Berufsleben als auch im privaten Bereich für Erleichterungen gesorgt. Enkelkinder und Rentner halten über WhatsApp Kontakt, selbst wenn viele Kilometer zwischen ihnen liegen. Entertainment ist rund um die Uhr durch Streamingdienste verfügbar. Doch trotz all der Vorteile erfreuen sich Retro-Trends größter Beliebtheit. Wir haben einen Blick auf die schönsten analogen Dinge geworfen.

Retro in 2020 | © PantherMedia / everett225 Retro in 2020 | © PantherMedia / everett225

➜ Gehen mit der Zeit: mechanische Armbanduhren

Eine Armbanduhr am Handgelenk wirkt immer edel und stilvoll. Mechanische Modelle, die jeden Tag über das kleine Rädchen an der Seite aufgezogen werden müssen, versprühen einen ganz eigenen Charme. Weitab von digitaler Technik vereinen diese Modelle traditionelle Handwerkskunst und filigrane Details. Liebhaber von Armbanduhren schwören auf Chronographen mit besonderen Kennzeichen und einer Geschichte. Eine moderne Hublot Big Bang z. B. zeichnet sich durch die unkonventionelle Kombination verschiedener Materialien aus, die sowohl berühmte Sportler als auch bekannte CEOs für sich entdeckt haben.

Die Kollektion ist sehr vielseitig und sowohl bei Herren als auch bei Damen beliebt. Prominente Besitzer einer Hublot Big Bang sind z. B. Antonia Banderas, Lionel Richie und Alicia Keys. Daher ist es nicht verwunderlich, dass diese Uhr seit ihrer erstmaligen Vorstellung im Jahr 2005 zu einer der berühmtesten Armbanduhren der Welt aufgestiegen ist. Neben dem bewussten Umgang mit der Zeit und dem täglich wiederkehrenden Ritual des mechanischen Aufziehens strahlt eine Armbanduhr auch durch ihre Optik das stilvolle gewisse Etwas aus.

➜ Frieren die Zeit ein: analoge Kameras

Seit dem Siegeszug der Digitalkameras ist einiges passiert in der Fotografie. Wurden die ersten digitalen Kameras noch wegen ihrer Megapixel hochgelobt, haben sich die Möglichkeiten mittlerweile potenziert. Jedes Smartphone bietet heutzutage ein Vielfaches an technischen Raffinessen. Dennoch wird die Zahl der analogen Fotografen wieder größer.

Die Zeit in der Dunkelkammer, das visuelle Verständnis gepaart mit Kunsthandwerk ist im Kommen. Analoge Kameras verlangen Know-how und den Blick für das Wesentliche. Die Kunst besteht darin, das Zusammenspiel von Blende, Iso und Zeit nicht einer Automatik zu überlassen, sondern manuell zu fotografieren – auf die altmodische Art.

➜ Lassen die Zeit verfliegen: Brettspiele

Es gibt ein Leben vor Mario Brothers und X-Box. Ganz ohne Konsole und Akku erleben die Brettspiele ihr Revival. Von Mensch ärgere dich nicht über Malefiz und Halma entdecken Jung und Alt die Spiele ihrer Kindheit wieder. Die Spannung beim Würfeln erleben, Glück und Strategie miteinander verknüpfen und alles im Angesicht realer Mitspieler.

Wenn nicht anonyme Punktestände und Highscores zum Treiber werden, sondern Enttäuschung und Motivation, wenn Freude und Erleichterung das Spiel bestimmen, entsteht eine besondere Dynamik, die sich nicht mit digitalen Spielen vergleichen lässt. Eine altmodische Spielesammlung versteckt sich fast in jedem Haushalt und auch ein Puzzle für die Familie kann eine interessante Abwechslung von TV und Spielkonsole sein.

Auch wenn die digitalen Möglichkeiten unser Leben erleichtern und neben praktischen Vorteilen in vielen Bereichen Spaß und Abwechslung in den Alltag bringen – ab und an lohnt sich der Rückblick in analoge Zeiten.

Über Simon Schroeder (136 Artikel)
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