Von: Marlene Soff

Der Bayer auf dem Hopfenzupferfest

Als Veranstaltungsorte für die Hopfenzupferfeste dienen Ortschaften im ganzen Freistaat und seien sie noch so klein. Schließlich lässt sich ein solches Fest auch auf kleinstem Raum organisieren, da ein paar Bierbänke, ein kleiner Bauernmarkt und eine Bühne für die Gstanzlsinger im Grunde genommen auf jedem Feld Platz finden. Nichtsdestotrotz lassen sich die meisten Gemeinden gerade bei ihrem geliebten Hopfenzupferfest nicht lumpen und suchen einen Ort aus, wo auch sogenannte „Zuagroaste“ leicht und schnell hinfinden.

Besonders bekannt in Bayern sind dabei die Hopfenzupferfeste in der Hallertau, da sich diese Region bereits durch ihren weitreichenden Hopfenanbau einen Namen gemacht hat. Aber auch in vielen anderen Regionen finden sich stets zahlreiche Feierlustige ein, um sich am traditionellen Hopfenzupfen zu beteiligen. Selbstverständlich darf bei einer solch bayrischen Tradition ein zünftiger Festzug nicht fehlen, welcher in nahezu allen Orten von den Hopfenzupfern angeführt wird. Was die Feierlichkeiten selbst angeht, so gibt es natürlich auf jedem dieser Hopfenzupferfeste einen Markt, wo man in erster Linie Produkte aus dem hochgelobten Hopfen bekommt. Dort kann man sich dann nicht nur mit den besten Biersorten ausstatten, sondern auch Hopfenkränze, Hopfentee (nein, kein Bier), Hopfenkissen und sogar Hopfenkeramik.

Wer dann den Markt erkundet hat, kann im Anschluss daran zum gemütlichen Teil übergehen und sich eine ordentliche Brotzeit und natürlich eine Maß Bier gönnen. Unterhalten wird man dabei selbstverständlich auch, denn auf fast allen Hopfenzupferfesten treten Musikkapellen auf oder es stehen bayrische Mundartkünstler auf der Bühne. Ein Fest für die Sinne und den Gaumen also!
Einmal die Feldarbeit kennenlernen
Gerade „Staderer“ sollten sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, einmal ein Hopfenzupferfest zu besuchen. Dort hat man nämlich die Möglichkeit, hautnah an der Erntearbeit teilzunehmen und einfach einmal das Landleben kennenzulernen. Das macht nicht nur Spaß, es verbindet einen noch ein gutes Stück fester mit der bayrischen Tradition. Ganz zu schweigen davon, dass man sich einmal live ansehen kann, wie die Grundstoffe für das bayrische Bier geerntet werden. Aber nicht dazu verleiten lassen, an den Hopfendolden zu zuzln, denn dieser schmeckt im Rohzustand noch recht bitter!