Kolumne

Regensburg – ein Hauch von Italien in der Oberpfalz

Von: Anja Bergler

foto-anja-2Regensburg, die Hauptstadt des Regierungsbezirks Oberpfalz bietet seinen Gästen ein sehr schönes mediterranes Flair. Dies spürt man bereits bei einem Spaziergang durch die wunderschöne Regensburger Altstadt. Diese ist bereits seit dem Jahr 2006 Weltkulturerbe und wurde von den Römern erbaut. Regensburg ist im Übrigen die einzige Stadt, in der sich noch original mittelalterliche Bauten befinden. Darauf kann man wahrlich stolz sein. Die ostbayerische Stadt befindet sich direkt am höchsten Punkt der Donau und verfügt außerdem über den größten Hafen in Bayern.

Der Dom zu Regensburg - Foto: © Sebastian Cieslik / PIXELIO

Der Dom zu Regensburg – Foto: © Sebastian Cieslik / PIXELIO

Zahlreiche Gassen und verwinkelte Straßen laden den Besucher zum Stöbern, Flanieren und Shoppen ein. Sehr bekannt ist unter anderem die Tändlergasse oder der bekannte Haidplatz. Hier befinden sich viele kleine Cafés, in denen man das Dolce Vita auch in der Oberpfalz genießen kann. Nicht weit davon entfernt ragt die Justitia leicht versteckt hinter einem Gitter des Brunnens hervor. Mit Waage und Schwert ausgestattet richtet sie bereits seit dem Jahr 1659 von dieser Stelle aus. Wer das Kuhgässel gefunden hat, befindet sich in der engsten Gasse, in der, der Sage nach, ein Handwerksgeselle durch die Enge von einem Fleckvieh erdrückt wurde.

Der St. Peter Dom – Wahrzeichen der Stadt Regensburg

Weit über die Altstadt hinaus thront der St. Peter Dom und ist schon von Weitem hin sichtbar. Beeindruckend ist hier die Bauweise, die typisch für die Gotik des Mittelalters war. Regelmäßige Konzerte der Regensburger Domspatzen sowie Gottesdienste laden die Bevölkerung sowie die Gäste aus nah und fern ein. In unregelmäßigen Abständen wird der Dom auch von allen Seiten beleuchtet und so wirkungsvoll in Szene gesetzt.

Doch nicht nur die Türme des Doms sind imposant, zahlreiche kleinere Türme schmücken das Stadtbild. Einige wurden im eher toskanischen Stil von den Patriziern erbaut und erinnern an Wohntürme oder auch an Geschlechtertürme. Von zwei größeren Türmen aus kann man Regensburg sogar von oben betrachten. So bietet der Brückturm aus dem 14. Jahrhundert direkt an der Steinernen Brücke sowie der Turm, der zur evangelischen Dreifaltigkeitskirche gehört, den Gästen die Möglichkeit der Besteigung in luftige Höhen mit Blick über die Stadt.

Die Steinerne Brücke – eine Brücke mit langer Geschichte

Die Steinerne Brücke - Foto: © Erich Westendarp / PIXELIO

Die Steinerne Brücke – Foto: © Erich Westendarp / PIXELIO

Fast jedem Oberpfälzer wird wohl die Sage des Bruckmandl bekannt sein. Hierbei ging es um die Wette des Brückenbaumeisters mit dem Erbauer des Doms. Der aus Stein dargestellte Brückenbaumeister beäugt vom höchsten Punkt der Brücke aus den Baufortschritt des Doms. Der Sage nach konnte die Brücke nur mit Hilfe des Teufels zuerst fertiggestellt werden. Als Pfand verlangte dieser die ersten drei Seelen, die die Brücke nach der Fertigstellung passieren würden. Der schlaue Brückenbauer lies daher zuerst einen Hahn, eine Henne und einen Hund über die Brücke laufen, was dem Teufel natürlich sehr missfiel.

Auch heute noch ist die Steinerne Brücke eine Anlaufstelle für jeden Touristen. In die Jahre gekommen, wird sie in regelmäßigen Abständen gesperrt, erneuert und restauriert und wie so manch anderes Bauwerk im Herzen der Stadt Regensburg, verschönert und für die Nachwelt erhalten.

Kommentar hinterlassen