Kolumne

Regen „die Perle am Fluss“ – eine Kreisstadt, die einiges zu bieten hat

Von: Tanja Ranzinger

Stolz sind sie die Regener. Nicht weil sie sich Kreisstadt nennen dürfen, viel mehr, weil es ein Stückchen Heimat ist, in dem man sich richtig wohlfühlen kann. In den letzen Jahrzehnten hat sich die Kleinstadt Regen richtig gemausert. Neben sehenswerten Naturschutzgebieten wie etwa dem Nationalpark Bayerischer Wald, gibt es ein großes Angebot an Wanderwegen, welche gut ausgeschildert sind. Ob Sie nun eine gemütliche Familienwanderungen machen möchten, oder eine etwas anspruchsvollere Tour vorhaben, für jeden ist da etwas dabei.

Regen vom Weißenstein aus gesehen – Foto: Papiermond

Der Schwarze Regen als Namensgeber

Benannt nach dem Schwarzen Regen, der durch die idyllische Stadt fließt, sind die Regener mit Ihrem Fluß stark verbunden. Mit seinen 170 Kilometern Länge ist er einer der bedeutendsten Flüsse im Bayerischen Wald. Der örtliche Fischereiverein weiß um sein Juwel, den schwarzen Regen. Mit großem Engagement kümmert sich der Ortsfischereiverein Regen e.V. um sein Gewässer und dessen Fischbesatz.

Was es zu sehen gibt

Das fressende Haus – Foto: Mvornehm

Für das Niederbayerische Landwirtschaftsmuseum haben die Regener Bürger bereits seit 1930 bäuerliche Gegenstände gesammelt, eröffnet wurde es allerdings erst 1988. Dem Museum ist die Museumswerkstatt angeschlossen, in der Kinder von Mai-September regelmäßig Freizeitangebote wahrnehmen können.

Die Burgruine Weißenstein befindet sich etwa zwei Kilometer südlich vom Ortskern im Ortseil Weißenstein. Die Burg selbst aus dem Jahre 1100 ist nur noch eine Ruine. 1762 wurde ein turmartiges Gebäude hinzugebaut, der bis heute als Getreidekasten bezeichnete Turm wurde von dem berühmten Schriftsteller und Dichter „Siegfried von Vegesack“ 1918 gekauft und zu seiner Wohnung umfunktioniert. Seine Dichterstube kann man noch heute besichtigen. Er nannte es – Das fressende Hauswie seinen gleichnamigen Roman aus dem Jahre 1932.

Was es zu erleben gibt

Die Burgruine Weissenstein – Foto: Josef Niedermeier

Das jährliche Pichelsteinerfest, welches erstmals 1874 in kleinem Kreise gefeiert wurde, zieht nun Besucher aus der ganzen Welt an. Traditional wird vom Festkoch Günther Prinz der gleichnamige Pichelsteinereintopf angeboten. Dieser besteht aus dreierlei Fleisch, Karrotten, Kartoffeln, Zwiebeln, Sellerie und Lauch. Im Festprogramm ist auch ein großer Festzug geplant, der immer am Sonntag stattfindet. Höhepunkt ist dabei der Zehnerzug der Brauerei Falter. Zehn prächtige Kaltblüter ziehen den Brauereiwagen bis auf den Festplatz.

Das Volksmusikspektakel „Drumherum“, welches alle zwei Jahre am Pfingstwochenende stattfindet und Tausenden Besuchern zeigt, dass Volksmusik nicht langweilig und öde sein muss, gehört mit zu den größten Veranstaltungen. Jung und Alt treffen sich zum Musizieren und aus vielen einzelnen Personen wird eine Gemeinschaft, die einen mitreißt. In dem Jahr dazwischen wird dann immer die „Flussbühne“ aufgebaut. Auch das ist eine musikalische Veranstaltung, welche immer gerne besucht wird. Dabei wird musikalisch ein sehr breites Spektrum abgedeckt. Freunde einer Bigband kommen ebenso auf ihre Kosten, wie Fans von Swing und Kabarett. Eine faszinierende Abendstimmung lädt Urlauber und Einheimische gleichermaßen dazu ein, viele großartige Musiker zu hören.

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