Kolumne

Paul Breitner – hitziger Lockenkopf mit Bumms

Von: Sabine Hutter

Paul Breitner gehört zu den 125 besten, noch lebenden Fußballspielern und spielte einige Zeit neben Franz Beckenbauer beim FC Bayern München.

Sein Werdegang bis zur ersten Runde beim FC Bayern

Am 5.9.1951 wurde Paul Breitner in Kolbermoor bei Rosenheim geboren. Das Fußballspielen lernte er beim ESV Freilassing und 1970 wurde der FC Bayern auf ihn aufmerksam und bot ihm einen Vertrag als Profi an. Paul Breitner brach daraufhin sein Studium an der Pädagogischen Hochschule ab und kam mit seinem Freund Uli Hoeneß zu den Bayern. Der Bayern Trainer Udo Latek machte aus dem gelernten Stürmer Breitner einen linken Außenverteidiger, der sich bereits in der ersten Saison einen Stammplatz erobern konnte.

Paul Breitner

Als die Bayern 1971 Pokalsieger wurden, konnte Breitner seinen ersten großen Erfolg verbuchen. Er galt als unbequem, weil er immer seine Meinung äußerte und auch seine lockigen Haare im Afro-Look ließen ihn zusätzlich auffallen. 1974 wechselte Breitner nach der WM zu den Spaniern, wobei er den Verein, der ihm zum Spitzensportler machte, noch mit einem Seitenhieb bedachte: „In diesem Scheißverein kann man nicht mal richtig feiern.“ sagte er und ging zu Real Madrid.

Drei Jahre Spanien und die Rückkehr nach Deutschland

Bereits in seinem ersten Jahr in Spanien konnte Paul Breitner mit Real Madrid Meisterschaft und Pokal holen und 1977 gelang die Verteidigung des Titels in der Primera Divisón, jedoch im Halbfinale des Europapokals schied Real Madrid gegen den FC Bayern München aus, wobei Breitner im Olympiastadion in München von den Zuschauern ausgepfiffen wurde. Nach drei Jahren Spanien kehrte Breitner nach Deutschland zurück, weil seine Frau das Heimweh plagte.

Zurück in Deutschland und die zweite Runde beim FC Bayern

Bei seiner Rückkehr nach Deutschland war nur der millionenschwere Sponsor von Eintracht Braunschweig gewillt, die 1,6 Millionen DM Ablöse zu zahlen und damit kehrte Breitner in die Bundesliga zurück. In seinem Verein waren seine Meckereien oft Grund für Zank und Streit und so konnte er sich dort nicht integrieren. Nachdem am Saisonende nur der 13. Tabellenplatz erreicht wurde, verließ Breitner Braunschweig in Richtung München und kehrte zum FC Bayern zurück, wo die erste Saison katastrophal verlief. 1979 allerdings war Breitner mit Rummenigge ein Duo, das alle ins Schwärmen geraten ließ und die Bayern wurden zweimal in Folge Meister. Im Jahr 1981 wurde er zum Fußballer des Jahres gewählt und in insgesamt 285 Bundesligaspielen schoss Paul Breitner 93 Tore. Von 1971 bis 1982 spielte er 48 Mal für die Deutsche Nationalmannschaft und schoss dabei 10 Tore. Seit 2007 ist Paul Breitner Berater und Scout und seit 2009 offizieller Chef-Scout beim FC Bayern.

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