Kolumne

Neues Studienfach in Bayern: Gladiatorenkämpfe

Von: Holger Schossig

foto-holger-29Wie lebte man als Gladiator um das Jahr 80 nach Christus in Pompeji? Was mussten Gladiatoren damals alles durchmachen, wie sahen die Kämpfe aus und war es wirlich so, wie uns die Monumentalfilme á la Ben Hur das vermitteln? Die Antwort auf diese Fragen werden im Laufe des Sommers 20 Studenten an der Universität Regensburg beanworten können, dann dann stehen Gladiatorenkämpfe auf dem Stundenplan.

Warten auf den Kampf - Foto: © Schriwo / PIXELIO

Warten auf den Kampf – Foto: © Schriwo / PIXELIO

Iniziiert wurde das Projekt von Wissenschaftlern, die wissen wollen, ob man Menschen, die im 21. Jahrhundert leben, zu römischen Gladiatoren machen kann. Obwohl auf die Teilnehmer schweißtreibende Monate in Rüstungen warten und das Essen auf Bohnen, Gemüse und Beeren reduziert wird, haben sich doch über 40 Teilnehmer beworben. 20 davon wurden ausgewählt, um an diesem Projekt teilzunehmen.

Dazu wird extra ein Trainingscamp eingerichtet, in dem Tag und Nacht verbracht wird. Dieses ist von der Außenwelt abgeschottet. Duschen, Fernseher, Pommes Frites und auch die Freundin sind in dieser Zeit passé. Schon jetzt wird viermal in der Woche trainiert. Kämpfen, mit Rüstung bewegen und auch das richtige Fallen stehen auf dem Programm. Im Sommer werden die ausgebildeten Gladiatoren dann u.a. bei Schaukämpfen eingesetzt.

Dieses Projekt ist nicht das Erste seiner Art. In der jüngeren Vergangenheit bauten Studenten schon eine Galeere und machten damit die Donau unsicher. Außerdem überquerten sie in Rüstungen die Alpen und eiferten Hannibal nach. Nun also Gladiatorenkämpfe. Hoffen wir mal, dass sich die Studenten nicht allzu sehr daran gewöhnen, denn für Gladiatoren hat man im 21. Jahrhundert wenig Verwendung.

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