Kolumne

Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald – erlebnisreich zu jeder Jahreszeit

Von: Anja Bergler

Wer für einige entspannende Tage Ruhe und Abgeschiedenheit sucht, der findet eines der schönsten Naturschutzgebiete in Bayern direkt vor der Haustür. Der Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald befindet sich direkt zwischen dem Fichtelgebirge und dem Bayerischen Wald im Grenzbereich zur Tschechischen Republik im Nordosten Bayerns. Auf einer Gesamtfläche von nicht ganz 140.000 ha umschließt dieser die südlichen Teile des Landkreises Tirschenreuth, das Gebiet der Stadt Weiden i.d. OPf. sowie den kompletten Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Die Mittelgebirgslandschaft wird durchzogen von Flussauen, Moorlandschaften, seichten Tälern und Teichen, auf dessen Schutz als Naturpark man schon seit mittlerweile 30 Jahren sehr bedacht ist. Fast unauffällig und sehr idyllisch schmiegen sich kleine Dörfer, Ansiedlungen und Städte in die zahlreichen Waldgebiete ein.

Das Vulkangebiet lädt zum Wandern ein

Romantisch schlängelt sich die Waldnaab durch die weitläufigen Wälder – Foto: Walter J. Pilsak

Geologisch betrachtet besteht der Nördliche Oberpfälzer Wald überwiegend aus Gneis und Granit sowie aus zahlreichen Quarzadern, die das Gestein durchziehen. Besonderheiten stellen zudem die auffälligen, durch Vulkanismus entstandenen Basaltkegel dar, die unter anderem den Ortschaften Parkstein und Neustadt am Kulm (Rauher Kulm) ihren Namen verliehen haben. Somit befindet sich hier das südlichste ehemalige Vulkangebiet im Bayernland, das zum Erforschen einlädt. Wer sich darüber genauer informieren möchte, hat im Geo-Zentrum Windischeschenbach die Gelegenheit dazu.

Erlebnispfade und Radwanderwege führen gekonnt durch die Landschaft

Mit dem Rad oder dem Mountainbike lassen sich viele sehenswerte Orte problemlos über die Radwanderwege erreichen. Allein der Bockl-Radweg entlang der ehemaligen Eisenbahnlinie bei Vohenstrauß bietet fast 50 km Strecke, die sogar bis in die Tschechische Republik hineinreicht. Zu erwähnen wäre auch das Waldnaabtal, in dem sich das Kloster Johannistal befindet, von dem aus man, am besten zu Fuß, die nähere Umgebung zwischen Windischeschenbach und Falkenberg erkunden kann.

Die Ruine Flossenbürg – Foto: Walter J. Pilsak

Doch wer will schon nur Ruhe und Erholung? Natürlich hat der Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald noch viel mehr zu bieten. Zahlreiche Erlebnispfade laden Gäste, aber auch Einheimische ein, die beeindruckende Umgebung zu erkunden. Ob Burgruinen in Flossenbürg und Leuchtenberg, alte Mühlen, geheimnisvolle Geisterschlösser oder seltene Tier- und Pflanzenarten – es gibt immer etwas Neues zu entdecken. Wie wäre es beispielsweise mit Bayerns längstem Obstlehrpfad? Oder mit dem Glasschleiferweg durch das Zottbachtal? Weitere Attraktion sind die Naturerlebnispfade bei Tännesberg rund um Pressath oder aber das Gebiet um den Großen Rußweiher nordöstlich der Stadt Eschenbach.

Erlebnisreiche Tage für jeden Anspruch

Wer noch mehr Action benötigt, der kann die Angebote zum Inlineskaten, Felsen klettern oder auch Kanu fahren ausgiebig nutzen. Auch im Winter heißt es: Ski und Rodel gut! Die hügelige Landschaft des Nördlichen Oberpfälzer Waldes ermöglicht es auch den Skihasen, hier dem Ski-Sport nachzugehen. So ist beispielsweise die Silberhütte Treffpunkt für alle Langlaufbegeisterten. Selbst bei schlechtem Wetter gibt es in den Landkreisen unzählige Museen oder Ausstellungen, die einem die Region ein bisschen näher bringen können.

3 Kommentare zu Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald – erlebnisreich zu jeder Jahreszeit

  1. Eindrucksvolle Bilder, sicher ist das für Wanderer gerade auch im Herbst eine tolle Alternative. Vielen Dank für diesen Bericht, da werden wir bei Gelegenheit vorbeischauen und eine Tour planen.

  2. Danke für den Tipp zum Mountainbiken Anja. Werde ich mir für 2011 vornehmen. Wäre nicht darauf gekommen, dort zu biken!

  3. Anja Bergler // 20. November 2010 um 00:05 //

    Hallo Stefan, auch der Steinwald ist fürs Mountainbiken sehr gut geeignet. Darauf geh ich aber nochmal gesondert ein 😉

    LG
    Anja

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