Kolumne

Nachhaltigkeit bei Mode: Das liegt im Trend!

Noch vor wenigen Jahren beherrschte das Thema Öko-Mode die Fashion Welt, doch das hat sich inzwischen deutlich gewandelt. Der jetzige Trend heißt Fair Fashion und Nachhaltigkeit. Doch was bedeutet Fair Fashion eigentlich?

Nachhaltigkeit bei Mode | © PantherMedia / AndreyPopov Nachhaltigkeit bei Mode | © PantherMedia / AndreyPopov

Unabhängig davon, welcher Begriff hier Verwendung findet, ob es sich um Fair, Sustainable oder Slow Fashion handelt, gemeint ist grundsätzlich immer das Gleiche. Es geht um nachhaltige Mode. Schon lange sind viele unterschiedliche Initiativen bemüht, ein neues Mode-Bewusstsein in der Gesellschaft zu verankern. Hier geht es darum, den Konsumenten zu einem verantwortungsvolleren Konsum zu führen. Daraus resultieren inzwischen viele Siegel und Zertifikate mit jeweils eigenem Standard.

Nachhaltige Mode lässt sich außerhalb der gerade genannten Siegel und Zertifikate aber auch an bestimmten anderen Faktoren erkennen. Dazu zählen vor allem, dass hier weder Zwangs- noch Kinderarbeit zum Einsatz kommen. Ebenso wichtig ist eine angemessen Bezahlung und vor allem sichere Arbeitsplatzbedingungen.

Das wichtige Thema Umweltschutz

Umweltschutz ist ein Thema, das nicht nur in aller Munde ist, sondern das auch das Bewusstsein vieler Unternehmen erreicht hat. Aus diesem Grund gibt es viele Unternehmer, die wirksame Maßnahmen zur Müllreduzierung leisten. Das ist eine besonders effektive Art und Weise, die Umwelt zu entlasten.

Auch die Modebranche setzt inzwischen auf Nachhaltigkeit. Hier hat man inzwischen Wege gefunden, Kleidungsstücke herstellen, bei denen recyceltes Plastik Verwendung findet. Bei der Suche nach nachhaltiger Kleidung helfen hier Apps wie „Good On You“ oder „DoneGood

Wie erkennt man glaubwürdige Zertifikate?

Nicht immer stellt es sich besonders einfach da, entsprechende Infos über die Nachhaltigkeit von Kleidung zu ermitteln. Die erste Hürde ist häufig schon die Art des Anbaus. Denkt man nur mal kurz an die Baumwollzucht, so wurden gerade hier die Standards in den letzten Jahren deutlich verbessert. Die Organisation Fair-Trade spielt hier gemeinsam mit anderen Organisationen eine maßgebliche Rolle. Das Siegel zeigt auf, dass sich hier die Arbeitsbedingungen erheblich verbessert haben. Die Kinderarbeit wurde ganz verboten und es gibt nun eine garantierte Mindestzahlung für die gelieferte Baumwolle.

GOTS

GOTS ist die Abkürzung für Global Organic Textile Standard und sorgt während des gesamten Produktionsprozesses für die Einhaltung sowohl von ökologischen als auch von sozialen Standards. Im Klartext bedeutet das, dass hier sowohl der Rohstoff fair ist, als auch dessen Verarbeitung.

Diese Marken setzen sich für nachhaltige Mode ein

Wir stellen ein paar Marken vor, die sich besonders für nachhaltige Mode einsetzen – die auch noch richtig gut aussieht!

Pura Clothing

Bei Pura Clothing liegt das Hauptaugenmerk auf reinen Stoffen. Produziert wird hier zu 100% aus recycelten Rohstoffen. Hierbei handelt es sich um eine Vereinigung des schweizerischen Stils kombiniert mit südamerikanischen Einflüssen. Hier wird alles in der Schweiz und in Italien händisch gefertigt.

Anzüglich – organic & fair

Hierbei handelt es sich um ein österreichisches Modelabel, das ausschließlich Bio-Baumwolle aus Peru verwendet. Diese ist nicht nur PETA-approved, sondern auch noch vegan. Das Hauptaugenmerk dieses Herstellers liegt auf der absoluten Transparenz. Diese Transparenz betrifft die gesamte Produktionskette. Die Firma organisiert die komplette Produktion selbst. Damit sind stets faire Arbeitsbedingungen gewährleistet. Außerdem kann das Modellabel auf Zwischenhändler verzichten, da es über eine eigene Schneidermanufaktur verfügt.

Maqu, Miss Green und Verena Bellutti zählen ebenfalls zu den Herstellern von Nachhaltiger Kleidung.

Immer mehr Bekleidungshäuser setzen auf Nachhaltigkeit

Aber natürlich setzen sich nicht nur vereinzelte Hersteller von Mode für die Nachhaltig von Kleidung ein. Auch viele der großen Bekleidungshäuser setzen zunehmend darauf, Kleidung für ihre Häuser zu bestellen, die nachweislich die Anforderungen an Nachhaltigkeit erfüllen. Inzwischen werden auch hier wichtige Kundeninformationen zur Verfügung gestellt. Woher kommt die Kleidung? Wie wird sie hergestellt? Und vieles mehr. Auch hier setzt man auf Transparenz, um die Lieferketten klar erkenntlich zu machen.

Nachhaltigkeit leicht gemacht

Der Sektor Second Hand, ist vielleicht nicht gleich in den Köpfen aller vorhanden. Doch eines ist sicher, hierzulande wird viel zu schnell Kleidung einfach arglos weggeschmissen. Dabei ist sie häufig weder beschädigt, noch bereits aus der Mode gekommen. Oftmals wird Bekleidung einfach weggeworfen, weil sie nicht mehr gefällt und Platz machen muss für neue Garderobe. Dabei ist es so leicht, auch hier einen großen Schritt in Sachen Nachhaltigkeit zu unternehmen. Es gibt viele Second Hand Shops, die genau auf diese Ware warten.

Falls es keinen passenden Shop vor Ort gibt, oder es zu aufwendig erscheint, die gebrauchten Sachen dorthin zu bringen, so hat man durchaus die Möglichkeit, seine gebrauchte Kleidung im Internet anzubieten. Hier gibt es inzwischen einige Portale, die sich genau darauf spezialisiert haben. Im Grunde handelt es sich hier ganz klar um eine Win-Win-Situation. Die gut erhaltene Garderobe wird nicht mehr weggeschmissen und erhöht unnötig die Müllmengen. Ein anderer erfreut sich an dem schönen Stück und man selbst verdient sogar noch etwas daran.

Über Simon Schroeder (126 Artikel)
Erstellt und gepflegt von <a href="https://plus.google.com/111295419607355970628?rel=author">Simon Schröder</a>.