Kolumne

Mindelheim – Stadt mittelalterlicher Adelsgeschlechter

Von: Marcus Schweizer

Die heutige Kreisstadt des Unterallgäus, Mindelheim, wurde Mitte des 11. Jahrhunderts gegründet. Aus dieser Zeit, genauer aus dem Jahr 1046, stammt zumindest die erste schriftliche Erwähnung. Mehrere Rittergeschlechter lebten auf der Mindelburg, darunter die Geschlechter derer von Schwigger, von Teck, von Hochschlitz und auch die Fugger waren einst Besitzer.

Mindelheim von der Mindelburg aus gesehen – Foto: P. Bergler

Während ihrer Geschichte war die Stadt wegen ihrer Lage an der Salzstraße sehr begehrt. Weitere Besitzerwechsel lagen an der Zugehörigkeit der verschiedenen Könige. So rasant die Stadt selbst ihre Besitzer wechselte, erging es auch der Mindelburg. Die Burg liegt etwas außerhalb der Stadt. Gerade im 20. Jahrhundert wechselten die Besitzer immer wieder. Juristen und Ärzte gehörten dazu, aber auch der Staat bemächtigte sich der Burg während des dritten Reiches, wo sie als Schule diente. Danach kaufte sie die Stadt wieder zurück und vermietete die Räume – bis heute.

In der Stadt Mindelheim wohnen heute etwa 15.000 Menschen. Sie liegt rund 60 km südlich von Augsburg und 90 km westlich von München. Durch die lange Geschichte kann Mindelheim eine schöne Altstadt ihr Eigen nennen, besonders das Rathaus auf dem Marienplatz ist eine Besichtigung wert. Für ihre Einwohner stehen Sporteinrichtungen zur Verfügung, Vereine organisieren sich zu verschiedenen Aktivitäten und auch kulturelle Veranstaltungen kommen nicht zu kurz. Besonders das Frundsbergfest ist beliebt. Es ist ein historisches Fest, das alle drei Jahre stattfindet. Natürlich steht hier die Mindelburg im Zentrum des Geschehens.

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