Kolumne

Leonhardimarkt in Wildbad Kreuth

Von: Sabine Hutter

Der Leonhardimarkt findet auch heuer wieder statt und zwar vom 5. bis zum 7. November in Wildbad Kreuth und bietet den Liebhabern der schönen Dinge des Lebens so einiges. Eigentlich ist der Markt nur ein Teil des Festes zu Ehren eines Heiligen: Dem heiligen Sankt Leonhard. Ihm zu Ehren wird nämlich mit einer Pferdewallfahrt dafür gedankt, dass er seine schützende Hand über das Vieh, insbesondere die Pferde, hält.

Traditionelle Handwerkskunst auf dem Leonhardimarkt – Foto: Faszination Handwerk e.V./Thomas Plettenberg

Eigentlich als Patron für Gefangene wurde der „bayrische Herrgott“, wie Sankt Leonhard auch genannt wird, im 17. Jahrhundert dank seiner Gefangenenkette ebenso als Patron für das Vieh gesehen. Die Bauern suchten gegen die Krankheiten im Stall einen Schutzpatron und Sankt Leonhard hat diese Aufgabe so gut übernommen, dass die Bauern jedes Jahr an seinem Namenstag mit den Pferden zu einer Leonhardi-Kapelle pilgern und dort eine Messe feiern.

Der Leonhardimarkt bietet Tanz und traditionelles Handwerk

Nach der Messe wird der weltliche Teil der Leonhardfeier eröffnet und die Besucher tummeln sich auf dem Jahrmarkt oder auf der Tanzveranstaltung. Die Ausstellung des regionalen Handwerks zieht regelmäßig viele Besucher zu den Leonhardifesten und die Unikate beweisen, dass die Tradition noch immer lebendig ist und eine große Bedeutung hat. Zünftig bayrisch wird hier gegessen, getrunken und getanzt, damit der heilige Sankt Leonhard auch im kommenden Jahr seine schützende Hand über die Bauern hält. Seit 1442 danken die Bauern in Wildbach Kreuth so ihrem Patron, inzwischen haben auch einige andere bayrische Dörfer und Städte diese Tradition übernommen.

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