Kolumne

Lauingen – die Albertus Magnus Stadt

Von: Marcus Schweizer

Die kleine Stadt Lauingen an der Donau sieht auf eine lange Geschichte zurück. Überreste aus dem 1. Jahrhundert finden sich in dieser Region, so der Apollo-Grannus-Tempel in Faimingen, einem kleinen Nebenort von Lauingen. Offiziell entstammte Lauingen aus einer alemannischen Siedlung zwischen dem 6. und 7. Jahrhundert. Im 12. Jahrhundert ging die Stadt in den Besitz der Hohenstaufer über, die Lauingen zur Stadt erklärten. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte Lauingen zu den Ingolstädtern, gehörte sie den Herzögen von Landshut und zur Pfalz-Neuburg.

Das Wahrzeichen von Lauingen: der Schimmelturm – Foto: Dr. Eugen Lehle

Der berühmteste Sohn der Stadt ist Albertus Magnus, Dominikanermönch und Bischof. Er lebte hier im 13. Jahrhundert und brachte die Philosophie Aristoteles´ mit dem katholischen Glauben zusammen. Dafür wurde er im 17. Jahrhundert selig gesprochen. Eine Statue von ihm steht heute noch auf dem Rathausplatz. Nach ihm sind mehrere Plätze und Gebäude benannt, der Name ist allgegenwärtig.

Die Altstadt von Lauingen ist romantisch an der Donau gelegen und lädt zum Spazieren ein. Ein Wahrzeichen der Stadt ist der Schimmelturm, der 50 Meter hoch neben dem Rathaus emporragt. Für wenige Cent dürfen Besucher hochsteigen und die Landschaft mit einem imposanten Ausblick betrachten. Über die Grenzen hinweg ist Lauingen durch seinen Hexentanz bekannt, der jedes Jahr zigtausende Besucher anzieht. Bei dem Fest im Frühling sollen die Winterhexen vertrieben werden und der Frühling Einzug erhalten. An dem Schauspiel erfreuen sich Groß und Klein, es ist zu einer regelrechten Inszenierung geworden. Lauingen liegt außerdem am Donau-Radweg und lädt die Radfahrer und Wanderer ein, sich hier auszuruhen und ein Stück Schwaben kennen zu lernen.

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