Kolumne

Kneipps Hinterlassenschaften in Dilligen an der Donau

Von: Marcus Schweizer

Der Name Kneipp ist wohl auf der ganzen Welt bekannt, denn er steht für die Kneippkultur und das Heilsystem. Es ist eine Kombination aus Ernährung, Pflanzenheilkunde und Bewegung. Fast in jedem Ort gibt es eine kleine Kneippanlage, in der man wie ein Storch durch das Wasser waten kann.

Ihm haben wir die Kneipp-Kuren zu verdanken: Sebastian Kneipp

Sebastian Kneipp, Priester und Hydrotherapeut, hat diese Kneippkultur entworfen. Kneipp wurde in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts von der Washington Post auf den dritten Platz der berühmtesten Männer der Welt gewählt. Er hatte ursprünglich in Dillingen Theologie studiert und hier Bäder in der Donau durchgeführt, um Lungenkrankheiten zu heilen. Dies war der Anfang für die umfassende Gesundheitslehre von Kneipp, die auf fünf Säulen beruht.

Zu seiner Zeit gab es noch eine Universität in Dillingen. Zu den Gebäuden für die Ausbildung zum Theologen gehörten zudem auch die Studienkirche und das ehemalige Gymnasium. Spuren von Kneipp sind vor allem auf dem Weg in den Auwald am Jesuitenkolleg zu finden, wo er zeitweise sogar gewohnt hat. Hier im Naherholungsgebiet ist er noch immer präsent. Die Sebastian-Kneipp-Halle, der Gedenkstein und der Kneipp Brunnen mit der Figur des berühmten Sohnes sind hier zu finden.

Auf Kneipps Spuren durch Dillingen ist ein Rundgang um die Akademie, den Taxispark, den Stadtsaal weiter zur Basilika, am Rathaus vorbei und zurück zur Akademie und dem ehemaligen Gymnasium. Aber nicht nur auf dieser Strecke ist Kneipp auch heute noch spürbar. Er lebt in den vielen kleinen Figuren und Hinterlassenschaften in der ganzen Welt fort.

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